Aachen/Kornelimünster - Heiligtumsfahrt soll Weltkulturerbe sein

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Heiligtumsfahrt soll Weltkulturerbe sein

Von: dd
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Aachen/Kornelimünster. Am Mittwochabend begrüßte der Stadtrat auf Antrag der SPD-Fraktion einstimmig die form- und fristgerecht beim NRW-Familienministerium eingegangenen Anträge, die beiden Aachener Heiligtumsfahrten in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes aufzunehmen.

Beim Familienministerium war allerdings nur ein Antrag eingegangen, der des Domkapitels. Die Propstei Kornelimünster, die zeitgleich mit ihren drei Tuchreliquien alle sieben Jahre viele Pilger anzieht, hatte mit Blick auf den Antrag des Domkapitels keinen eigenen gestellt.

Dompropst Helmut Poqué, der Chef des Domkapitels, das die Geschicke der Kathedrale bestimmt, sagt: „Der Dom, der 1978 als erstes deutsches Gebäude in die Weltkulturerbe-Liste der Unesco aufgenommen wurde, steht in einer Einheit mit der Aachener Heiligtumsfahrt, die bekanntlich alle sieben Jahre stattfindet.

Rund um die Pfalzkapelle Kaiser Karls, dem Oktogon, ist wegen der vielen Wallfahrer, die nach Aachen kamen und kommen, in den vergangenen Jahrhunderten ein Kapellenkranz gebaut worden – angefangen mit der Chorhalle, die vor 600 Jahren fertiggestellt wurde, über die Ungarnkapelle bis hin zu weiteren Kapellen. Das Oktogon könnte die vielen Gläubigen, die unsere vier Tuchreliquien sehen wollen, gar nicht fassen.“ Deshalb seien das Münster und die Heiligtumsfahrten eine Einheit. „Was zusammengehört, wollen wir auch als Weltkulturerbe zusammenführen.“

Im Antrag hat das Domkapitel auch auf Kornelimünster verwiesen. „Wird der Antrag angenommen“, sagt der Propst von St. Kornelius, Dr. Ewald Vienken, „fühlen wir uns geehrt. Denn schließlich sind unsere Tuchreliquien um 814 durch Karls Sohn, Ludwig den Frommen, von Aachen nach Kornelimünster gebracht worden“. Die Wallfahrten gehörten zusammen. „Da brauchten wir keinen Antrag zu stellen.“

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