Heiligtumsfahrt: Petrus ist den Pilgern wohlgesonnen

Von: Nina Krüsmann
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Feierlicher und emotionaler Moment zugleich: Nacheinander werden die drei Tuchreliquien Schürztuch, Grabtuch und Schweißtuch Jesu von der Galerie der Probsteikirche St. Kornelius gezeigt. Foto: Ralf Roeger

Kornelimünster. Um Punkt 15.30 Uhr blicken am Sonntag knapp 400 Menschen auf dem Korneliusmarkt nach oben: Die Zeigung zu Beginn des zweiten Teils der Heiligtumsfahrt ist ein besonderes, ein feierliches Ereignis, das den drei Heiligtümern große öffentliche Aufmerksamkeit schenkt. Mit dem zweiten Teil der Wallfahrt beginnt auch die Kornelioktav zu Ehren des Heiligen Kornelius.

Bevor die drei Tuchreliquien Schürztuch, Grabtuch und Schweißtuch Jesu von der Galerie der Propsteikirche St. Kornelius nacheinander gezeigt werden, stimmten die Inde-Musik und die Korneliusbläser ein. Das Wallfahrtslied „Zieh‘ in das Land, das ich Dir zeigen werde“ weckte bei vielen Anwesenden Erinnerungen an die Pilgererlebnisse im Juni diesen Jahres.

Hatte die Zeigung am Abschlusstag des ersten Teils der Wallfahrt noch wegen schlechten Wetters in die Kirche verlegt werden müssen, war Petrus den Pilgern nun mehr als wohlgesonnen. Bei strahlendem Sonnenschein präsentierten Propst Dr. Ewald Vienken und Domkapitular Prälat Dr. August Peters als Vertreter des Aachener Bischofs Dr. Heinrich Mussinghoff die drei Heiligtümer. Weiß-gelbe Fähnchen schmücken Häuser und Inde-Brücken.

„Früher war der Platz bei der Heiligtumsfahrt schwarz vor Menschen und bei der Zeigung sollen sogar einzelne ohnmächtig geworden sein“, erinnert sich ein älterer Passant. In Ohnmacht fällt heute zwar niemand mehr angesichts von Schürztuch, Grabtuch und Schweißtuch, aber ergriffen sind die Menschen angesichts dieser ganz besonderen Tücher sichtlich. Als „emotional“ beschreiben anwesende Pilger aus den Pfarrgemeinden Kornelimünster/Roetgen den Moment der Zeigung, der in dieser öffentlichen Form auf dem Marktplatz erst in sieben Jahren wiederkehrt.

Am Vormittag hatte der Festgottesdienst mit Bischof Hugh Gilbert aus Aberdeen die Wallfahrt offiziell eröffnet. Gregor Linßens „Lied vom Licht“ und ein Projektchor samt Orchester unter anderem mit Heribert Leuchter am Saxophon sorgten für den feierlichen musikalischen Rahmen.

Klerikaler Teil

An diesem Wochenende war auch sonst einiges los im Indetal: Aus Anlass des 1200-jährigen Ortsjubiläums hatte am Vorabend im Festzelt auf dem Markt ein stimmungsvolles Konzert mit der Coverband „Night in Paris“ vor gut 300 Besuchern stattgefunden. Nach dem Abbau der Partyüberreste folgt nun der rein klerikale Teil des Programms, wie Helmut Jägers, Vorsitzender der IG Kornelimünster Vereine, erklärt.

Bis 21. September gibt es täglich um 10.30 Uhr eine Pilgermesse, um 15.30 Uhr einen Pilgergottesdienst und um 18 Uhr ein Gebet an der Schwelle des Abends. Während der Wallfahrtstage ist von 8 bis 18 Uhr Gelegenheit zur Verehrung der Heiligtümer und der Reliquien des Heiligen Kornelius und des Heiligen Cyprian. In der Kreuzkapelle besteht die Möglichkeit zur stillen Anbetung. Ein Pontifikalamt mit Abtprimas Dr. Not beendet am Schlusstag, 21. September, um 11 Uhr die Heiligtumsfahrt, um 17 Uhr folgt die Schlussfeier.

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