Vaals/Aachen - Hasch-Pflanzen im Wert von einer Million Euro entdeckt

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Hasch-Pflanzen im Wert von einer Million Euro entdeckt

Von: hau
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Im Untergeschoss dieses weitlÀ
Im Untergeschoss dieses weitläufigen, seit Jahren ungenutzten Gebäudekomplexes am Rijksweg in Lemiers konnten über Monate unentdeckt mehr als 11 000 Cannabispflanzen heranwachsen. Foto: Harald Krömer

Vaals/Aachen. Die schon lange geschlossene Firma Gelva im niederländischen Lemiers war den Orsbachern nur durch unangenehme Gerüche aufgefallen, als sie noch Schleifpapier produzierte. Ob in den letzten Monaten süßliche Gerüche bei Westwind über den westlichsten Zipfel Aachens gezogen sind, ist nicht bekannt. Möglich aber wäre es.

Denn die südlimburgische Polizei hat dort eine der größten Hanfplantagen ausgehoben, die je im Dreiländereck entdeckt worden sind. In vier miteinander verbundenen Kellern des Gebäudes wurden auf mehreren Hundert Quadratmetern 7500 erntereife Cannabispflanzen entdeckt, dazu 3600 Setzlinge. Allein das Equipment mit 450 Speziallampen mit Ventilatoren dürfte eine sechsstellige Summe gekostet haben, der Gesamtwert der Ernte auf dem Schwarzmarkt dürfte sich auf deutlich mehr als eine Million Euro belaufen.

Aufmerksam geworden auf die illegale Megazüchtung, vier Kilometer von der Grenze bei Vaalserquartier entfernt, waren die Ordnungshüter durch einen Anruf über „Meld Misdaad Anoniem” (0800-7000). Die Energie für die Wachstumslampen wurde durch ein großes Dieselaggregat erzeugt, das durch einen Tank in einem Transporter auf dem Hof gespeist wurde.

In dem Keller fanden die Polizisten Hinweise auf eine 38-jährige Frau aus Schimmert, die festgenommen wurde. Sprecher Jack van Kleef: „Weitere Festnahmen schließen wir nicht aus.” Schließlich müsse es sich um eine professionelle Bande gehandelt haben, die die Rauschgiftproduktion in großem Stil betrieben habe. „Das kann nicht eine Frau allein gemacht haben.”

Die Haschischpflanzen wurden auf Anweisung der Staatsanwaltschaft vernichtet. Gelva BV gehörte bis zur Stilllegung zu St. Gobain und ist zwischenzeitlich von einer belgischen Immobilienfirma erworben worden, die das Gebäude an eine Firma vermietet hat, die dort eine Industriewäscherei installieren will. Sie sagt, dass sie mit den Aktivitäten nichts zu tun hat.

Vor fünf Jahren

Der größte Fang der Aachener Polizei datiert aus 2007. Damals waren 3500 Pflanzen in einer Halle an der Gneisenaustraße entdeckt worden. Polizeisprecher Paul Kemen: „Das war ein Riesenfund.”
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