Harald Fenske: Abschied nach mehr als 30 Jahren

Von: Nina Krüsmann
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Bewegender Abschied: von links Kirchmeister Torsten Hackländer, Pfarrer Harald Fenske, Margit Dunker, Vorsitzende des Presbyteriums, und Pfarrerin Ute Meyer-Hoffmann. Foto: Krüsmann

Kornelimünster. Wie beliebt der Mann war und ist, konnte man schon am großen Zuspruch seiner Gästeschar sehen: Gemütliche Enge herrschte in der Evangelischen Kirchengemeinde Kornelimünster-Zweifall. Pfarrer Harald Fenske wurde nach mehr als 30 Jahren feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

Er begrüßte am Eingang jedes seiner vielen anwesenden Gemeindemitglieder, seine Freunde und Weggefährten persönlich. Da hatte er im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun, bis es los ging.

Mit Liedern wie zum Beispiel „Wie lieblich ist der Maien“ oder dem „Sorbischen Reisesegen“ hatte die Gemeinde den Gottesdienst detailreich gestaltet. Für die musikalische Begleitung sorgten der Kirchenchor der Gemeinde unter der Leitung von Anke Holfter und der Aachener Posaunenchor unter der Leitung von Christoph Land.

Noch im Februar hatte Fenske mit der Gemeinde sein 30-Jähriges gefeiert. Am 31. Mai nun endet seine Tätigkeit als Pfarrstelleninhaber, wie es offiziell heißt. „Damit verbunden ist das Ende einer langen intensiven Zeit als Pfarrer mit dieser von mir so geliebten Gemeinde. Erinnerungen werden wach an gemeinsam Erlebtes und Geglaubtes, an Erreichtes und Erträumtes“, sagt Fenske.

In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten prägte Fenske die Gemeinde, pflegte einen „guten Draht“ zu den katholischen Kollegen wie zum Beispiel der Abteikirche Kornelimünster sowie zu den Schulen.

Es war sein Blick für Kleinigkeiten, der viel Inspiration schuf. 1998 gab Fenske den Anstoß für den Literaturkreis, seit 1987 organisierte er Studienfahrten. Mit dem Umbau des Gemeindezentrums entstand der Raum der Stille, der von Fenske und seiner Ehefrau Brigitte inspiriert wurde. Für Gespräche über „Gott und die Welt“ war Fenske immer zu haben, Gemeindemitglieder loben seien wertschätzende Art, seine Offenheit und Ansprechbarkeit. Die Ökumene lag ihm am Herzen.

Fenske dankte zum Abschied seiner Familie, dem Presbyterium, den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Seine neue Heimat ist Roetgen. Gemeinsam mit seiner Frau Brigitte wünscht er der Gemeinde ein zuversichtliches und lebendiges Unterwegssein und seinem Nachfolger eine gute Hand und allen Gottes Segen. Er gehe „mit großer Dankbarkeit und auch ein wenig Wehmut“ sagte er vor der Entpflichtung durch Superintendent Hans-Peter Bruckhoff.

Wer Fenskes Nachfolge antritt, ist derzeit noch nicht klar. Das Presbyterium sichtet Bewerbungen, hört Probepredigten. Mögliche Kandidaten werden zu einem Gespräch mit der Gemeinde und einer öffentlichen Probekatechese eingeladen.

Während der Vakanz übernimmt Pfarrer Wolfgang Köhne aus Roetgen vertretungsweise die Aufgaben, in erster Linie Beerdigungen. Noch vor den Sommerferien soll der Wahlgottesdienst für den Nachfolger stattfinden.

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