Happy End: Alle vereint im Suppentopf

Von: ptz
Letzte Aktualisierung:
anitastrauch_bu
Junges Gemüse um Anita Strauch (M.): In originellen Kostümen traten die Kleinen auf. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Ich wollte den Kindern Appetit auf Lesen, Theater und Gemüse machen.” So beschreibt Anita Strauch, Kinderbuchautorin, die Intention ihres neuen Bilderbuchs „Die kunterbunte gemüsige Gesellschaft”.

Die Geschichte handelt von diversen Gemüse- und Kräutersorten, die sich darum streiten, wer von ihnen wohl der Wertvollste und der Beste sein mag - der Mais, die Paprika, der Brokkoli oder doch der Thymian?

„Ich möchte zeigen, dass jeder einzigartig ist, man aber nur in der Gemeinschaft richtig stark sein kann”, erklärt Strauch. Deswegen erscheint auch das „Happy End” der Geschichte, nämlich die Zubereitung einer Suppe, einleuchtend: Jedes Gemüse ist darin eine wichtige Zutat, ohne die die Suppe nur halb so lecker und gesund wäre.

Die Idee für das Buch kam Strauch beim Einkaufen, bis zur Realisation hat es dann aber noch knapp drei Jahre gedauert. Jetzt wird ihr Bilderbuch inszeniert, und zwar von der Klasse 2A der Grundschule am Römerhof in Aachen. „Das Buch eignet sich nämlich auch hervorragend als Theaterstück”, sagt Strauch. Anderthalb Wochen hat sie mit der Klasse geprobt, bis für die Vorstellung in der Mayersche Buchhandlung am Samstagmorgen alle bereit waren.

28 Rollen wurden verteilt, macht 28 Gemüsesorten und Kräutertöpfe. Alle Kostüme wurden von Strauch eigenhändig genäht - und die machen ganz schön was her. Und obwohl die Nachwuchstalente vor der Vorstellung sehr aufgeregt sind, läuft alles nahezu reibungslos. Strauch ist die Erzählerin, gibt dem jungen Gemüse immer wieder Anhaltspunkte für die richtigen Einsätze.

Nur die Tomate übergeht sie aus Versehen und entschuldigt sich später. Nicht schlimm für die Tomate; sie darf ihren Text am Ende des Stückes noch aufsagen: „Ob klein, groß, dick, eiförmig oder fleischig, deine Figur ist uns doch egal, Hauptsache du bist knackig.” Wenn die Kinder danach noch immer keine Lust haben, ihr Gemüse zu essen, wäre das doch sehr verwunderlich.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert