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Hans-Dieter Hüllenkremer hat noch einen Koffer in Haaren

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Hans-Dieter Hüllenkremer verabschiedete sich mit viel Humor von „seinem” Bezirksamt Haaren. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Mit viel Humor und ganz offensichtlich in Karnevalsstimmung verabschiedete Haaren jetzt seinen Bezirksamtsleiter Hans-Dieter Hüllenkremer. Sieben Jahre stand der dem Bezirksamt vor. Und wenn er es jetzt verlässt, dann nicht, weil ihm sein Amt nicht mehr gefallen hätte.

Es sei verständlich, dass Hüllenkremer im „hohen Alter” die Chance ergreife, noch einmal etwas anderes zu tun, sagte Bezirksvorsteher Ferdinand Corsten mit einem Schmunzeln. Hüllenkremer - oder „Hülle”, wie ihn seine Laudatoren liebevoll nennen - hat die Leitung des „Studieninstituts für kommunale Verwaltung” übernommen. „Mein Auftrag dort ist so geheim, dass ich selbst nicht weiß, was ich tun muss”, scherzte Hüllenkremer.

„Uns verlässt einer der Besten”, sagte Corsten, dennoch taten die Laudatoren alles Erdenkliche, um den Abschied nicht allzu rührselig werden zu lassen. Personal-Dezernent Hein Lindgens etwa sorgte mit seinen Dönekes auf Öcher Platt für gute Stimmung, und die stieg noch weiter an, als die „Jonge vajjen Beverau” unerwartet eine musikalische Einlage boten.

Hüllenkremer sei ein Mann, der gerne im Hintergrund und in der Stille arbeite, hatte Corsten zuvor ausgeführt. Dennoch sei es ihm in hervorragender Weise gelungen, vielen Menschen mit vielen Anliegen gerecht zu werden. Er genieße hohes Ansehen bei den Bürgern und habe ein tolles Gefühl im Umgang mit den Vereinen entwickelt. „Und wenn es nach mir ginge, könnte Hüllenkremer noch sieben Jahre als Bezirksamtsleiter in Haaren dranhängen”, sagte Corsten.

Ein Beben sei durchs Haarener Bezirksamt gegangen, als Hüllenkremer dort vor sieben Jahren seinen Einzug hielt, sagte seine Stellvertreterin Christa Klinkenberg. In den folgenden Jahren habe er seine Organisations- und Umstrukturierungstalente dort voll ausleben können.

Witzig-spritzig gewährte sie einen Einblick in die Zusammenarbeit zwischen Chef und Team und ließ dabei keinen Zweifel daran aufkommen, dass es die Schuld der Mitarbeiter nicht sein könne, wenn Hüllenkremer das Amt jetzt verlässt. „Wenn es denn etwas Höheres gibt, als das Bezirksamt Haaren zu leiten, dann sei es ihnen vergönnt”, sagte sie mit einem Lächeln.

Die Gäste sorgten bei der offiziellen Verabschiedung in der Welschen Mühle dafür, dass Hüllenkremer Haaren nicht mit leeren Händen verlässt. Ein prächtiges Schaukelpferd bekam er mit auf den Weg, als Tribut an seine Reitleidenschaft, und eine Schultüte zum Start ins neue Amt.

„Ich fange net et Kriesche aan, selbst wenn ich gerührt bin, sagte Hüllenkremer und fügte hinzu: „Auch ich möchte ein Lied singen und zwar: âIch hab´ noch einen Koffer in HaarenÔ.” Das mag Bürgern, Vereinen und Kollegen ein Trost sein.
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