Aachen - Hangeweiher bleibt zu: Bakterien vermiesen den Freibad-Spaß

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Hangeweiher bleibt zu: Bakterien vermiesen den Freibad-Spaß

Von: gei
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Muss einstweilen leer und verwaist bleiben: Das Schwimmerbecken im Freibad Hangeweiher, in dem Krankheitserreger der Sorte Pseudomonaden gefunden wurden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Schlechte Nachricht für alle Wasserratten: Weil im Schwimmerbecken des Freibads Hangeweiher gesundheitsgefährdende Verunreinigungen festgestellt wurden, musste Aachens einziges Freibad am Dienstag kurzfristig geschlossen werden.

Frühestens am nächsten Montag wird entschieden, ob es wieder geöffnet werden kann oder länger geschlossen bleiben muss, teilte das städtische Presseamt am Dienstag mit.

Sogenannte Pseudomonaden verderben den Badegästen den Spaß am kühlen Nass. Die Bakterien können nach Angaben des Gesundheitsamts der Städteregion Schleimhaut- und Hautentzündungen hervorrufen. Besonders häufig verursachen sie Gehörgangentzündungen, die sogenannte Bade-Otitis. Aber auch Bindehautentzündungen oder Entzündungen an anderen Körperstellen können durch Pseudomonaden entstehen. Gefährdet sind nach Angaben des Gesundheitsamts vor allem Kinder, Diabetiker oder andere Personen, deren Abwehrkräfte geschwächt sind.

Badegäste, bei denen akute Beschwerden an Augen, Ohren oder sonstigen Schleimhaut- und Hautbereichen nach dem Freibadbesuch aufgetreten sind, sollten daher einen Haus- oder Hautarzt aufsuchen, empfiehlt das Gesundheitsamt.

Die Verunreinigungen sind nach Auskunft des Presseamts in einer Wasserprobe im Schwimmerbecken entdeckt worden, die bereits am 11. Juni genommen wurde. Dass die auffälligen Befunde erst jetzt – also mit knapp zweiwöchiger Verspätung – zur Schließung geführt haben, liege laut Presseamt daran, dass das beauftragte und akkreditierte Labor erst jetzt die Ergebnisse mitgeteilt habe – „obwohl diese bereits nach wenigen Tagen hätten gemeldet werden müssen“. Das Sportamt habe keinen Verdacht schöpfen können, weil unauffällige Befunde in der Regel erst nach mehr als zehn Tagen mitgeteilt werden.

Chlorzugaben und Filterspülungen

In dieser Badesaison wurde das Wasser in den verschiedenen Becken nach Angaben der Stadt bereits am 13. und 27. Mai überprüft – mit jeweils unauffälligen Befunden.

Die Fachleute wollen die Pseudomonaden nun mit Filterspülungen und Chlorzugaben in hoher Konzentration bekämpfen. Danach sollen erneut Proben gezogen werden, deren Ergebnisse dem Gesundheitsamt „zeitnah zur Bewertung vorgelegt werden“ sollen. Die Wiederinbetriebnahme des Freibads wird die Stadt mit dem Gesundheitsamt abstimmen, das am Dienstag „aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes“ zunächst die Schließung bis einschließlich Sonntag angeordnet hat. Und ausgerechnet jetzt steigen die Temperaturen.

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