Hangeweiher: Badegäste ärgern sich über neues Bezahlsysytem

Von: maf
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Erst zum Automaten, dann zum Personal, dann ins Freibad: Das neue Bezahlsystem am Hangeweiher kommt nicht bei allen gut an. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Menschenschlangen an der Kasse zum Freibad Hangeweiher sind an heißen Tage nichts Neues. Und auch am Freitag, bei ungewöhnlichen spätsommerlichen 31 Grad, nutzen viele die Gelegenheit, noch einmal ins kühlende Wasser zu hüpfen. Und stehen Am Hangeweiher an. Allerdings nicht mehr, wie bisher üblich, beim Kassenpersonal.

Sondern an einem der neuen Kassenautomaten, die seit dem 29. August in Aachens einzigem Freibad in Betrieb sind. Doch damit ist es nicht getan. Anschließend heißt es noch mal anstehen – und zwar beim Personal. Denn die Eintrittskarten müssen hier noch entwertet werden. Erst dann ist der Weg frei zu ersehnten Abkühlung.

Zweimal anstehen wegen eines neuen Kassensystems? Das stößt einigen Aachenern mächtig auf. Sie meldeten sich bei den „Nachrichten“, weil sie diesen Ablauf ganz und gar nicht verstehen. Vor allem die Inhaber von sogenannten Bonus- beziehungsweise Dauerkarten. Denn auch ihre Besitzer müssen jetzt erst zum Automaten und sich dort (kostenlos) eine Einzelkarte ziehen.

Und dann geht's – wie bei den Tagesgästen – zum Personal, Karten entwerten lassen, und endlich ab ins Freibad. AN-Leser Rolf Tippner bezeichnet das alles als „größten anzunehmenden Unsinn“. Ziemlich kompliziert, kommentieren auch viele Badegäste vor Ort.

Die Stadt begründet den Systemwechsel beim Kartenkauf so: „Im Schwimmbad Brand wurde jetzt ein vollautomatisches Bezahlsystem eingeführt“, erklärt Badleiter Torsten Liebl. „Dort stehen Automaten für den Kartenkauf, anschließend gehen die Besucher durch ein Drehkreuz.“

Und da es in allen städtischen Bädern ein einheitliches System geben muss – damit man mit der Freibad-Karte etwa auch in Brand oder der Elisabethhalle schwimmen kann –, gibt's nun die Neuerung. Zwei Schritte, der erste zum Automanten, der zweite zum Drehkreuz (Brand) oder zum Personal (Hangeweiher). „Klar, dass das erstmal etwas verwirrend ist“, sagt Liebl. „Deshalb erklären wir alles geduldig. Es wird sich dann schon einspielen.“

Man setzt also auf Gewöhnung. Wie lange die dauert, wird sich zeigen.

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