Handarbeit ist Trumpf in Burtscheid

Von: Daniel Gerhards
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Aachen. Kleiner als der Aachener Weihnachtsmarkt ist der Nikolausmarkt am Marienhospital. Und er dauert auch nur drei Tage.

Aber dafür geht es im historischen Kern Burtscheids trotz vieler Besucher familiär und weniger kommerziell zu. Von Freitag, 3. Dezember, bis Sonntag, 5. Dezember, bieten im Abteigarten und im Kommunikationszentrum des Marienhospitals 50 Aussteller weihnachtliche Waren an. Die Veranstalter rechnen mit mehreren Tausend Besuchern.

Für Rolf-Leonard Haugrund ist wichtig, dass die Anbieter ausschließlich Handgefertigtes anbieten. „Das ist bei uns anders als auf einem herkömmlichen Weihnachtsmarkt. Hier gibt es keinerlei Fabrikware”, erklärt der Geschäftsführer der Katholischen Stiftung Marienhospital. Weihnachtsschmuck, Geschenkideen, Seidenmalerei oder Stofftiere haben die Kunsthandwerker und Hobbybastler über das ganze zurückliegende Jahr für den Nikolausmarkt angefertigt.

Bei dem Markt geht es allerdings nicht bloß ums Verkaufen. Haugrund erklärt, dass die Handwerker gerne von ihrer Arbeit berichten, sich darüber austauschen und wertvolle Tipps geben. „Die Leute freuen sich, wenn sie angesprochen werden, weil sich die Besucher für ihre Handwerkskunst interessieren.”

Besonders die 16 Buden, die draußen auf dem Abteiplatz stehen, leben von der besonderen Atmosphäre des Platzes. Der ehemalige Kreuzgang zwischen den Kirchen St. Johann und der Kirche des Marienhospitals stammt aus dem 17. Jahrhundert. „Das ist in Aachen einzigartig”, sagt Haugrund. Lediglich der Innenhof der Domsingschule sei vergleichbar.

Neben den Handwerkern präsentieren sich auf dem Nikolausmarkt auch Hilfsorganisationen: Unicef, die Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus und zwei Lions-Clubs werden Stände beziehen. Das musikalische Programm mit einem Kinderchor, einem Männergesangsverein, Instrumental- und Folkloregruppen findet in der Kapelle des Marienhospitals statt. Nur das Abschlusskonzert der Musikvereinigung Roetgen wird draußen auf dem Abteiplatz gespielt.

Während der drei Tage könne man zu „familienfreundlichen Preisen” auf dem Nikolausmarkt essen, kündigt Haugrund an. „Das Angebot bewegt sich zwischen deftigem Grünkohl und süßen Waffeln.”

Bei all dem Trubel soll auch ein wenig Zeit zur Ruhe bleiben. „Uns geht es auch um die Besinnung. Darum werden Geschichten vorgelesen, in denen erzählt wird, warum wir überhaupt Weihnachten feiern”, erklärt Haugrund.

Der Nikolausmarkt am Marienhospital findet am Freitag, 3. Dezember, von 15 bis 20 Uhr sowie am Samstag, 4. Dezember, und Sonntag, 5. Dezember, jeweils von 10 bis 20 Uhr statt. Am Sonntagmorgen feiern Aussteller und Besucher gemeinsam eine Heilige Messe in der Kapelle des Marienhospitals.
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