Halloween: Polizei und Ordnungsamt haben alle Hände voll zu tun

Von: Holger Richter
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Halloween
So schön-schaurig kann Halloween sein: Zahlreiche kostümierte und geschminkte Jugendliche ziehen in der Nacht auf Allerheiligen durch Aachen und feiern das ursprünglich keltische Fest. Polizei und Ordnungsamt haben in dieser Nacht allerdings alle Hände voll zu tun. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Weniger, aber immer noch viel zu tun, hatte die Aachener Polizei in der vergangenen Halloween-Nacht. Denn die Einsatzzahlen der Ordnungshüter sind in der Nacht von Donnerstag auf Freitag verglichen mit 2012 zurückgegangen.

„Von 18 Uhr abends bis 6 Uhr morgens haben wir 194 Einsätze in der gesamten Städteregion gezählt“, berichtet der Erste Polizeihauptkommissar Dietmar Ludwig. 2012 seien es noch 260 Einsätze gewesen.

Darunter waren mit zwölf Körperverletzungen (2012: 15), zehn Streitigkeiten (19), sechs Schlägereien (acht), elf Mal Randale (13) und einer Sachbeschädigung (zehn) insgesamt 40 sogenannte „tagtypische Einsätze“, wie die Polizei die speziellen Halloween-Einsätze nennt. Die gute Nachricht: Es gab keine „qualitativen Außreißer“, berichtet Dietmar Ludwig, also keine Schwerverletzten.

Das war in den Vorjahren durchaus schon mal anders. So war 2011 in Brand ein 60-Jähriger von einer Gruppe Jugendlicher attackiert und brutal geschlagen worden, so dass er noch in der Halloween-Nacht schwer verletzt notoperiert werden musste. 2009 wurden 30 Streifenwagen zu einer Massenschlägerei in der Promenadenstraße gerufen, während in derselben Nacht ein 20-Jähriger in der Pontstraße krankenhausreif geprügelt wurde.

Dort, in Aachens Feiermeile, war auch heuer viel los. Die Kneipen waren voll, jede Menge kostümierte Hexen, Vampire und sonstige Gruselgestalten zogen bis in den frühen Morgen durch die Straße von Kneipe zu Kneipe. Und dazwischen gesellten sich auch jede Menge Polizeibeamte, die kontinuierlich Streife gingen und mit Streifenwagen das Umfeld kontrollierten. „In so einer Nacht gilt es, Präsenz zu zeigen“, erläutert der Erste Polizeihauptkommissar Ludwig die polizeiliche Taktik. „So können wir viele Sachen schon im Keim ersticken, die sich ansonsten zu größeren Schlägereien eventuell mit Verletzten hätten entwickeln können.“

Ebenfalls alle Hände voll zu tun hatte das Aachener Ordnungsamt. Der Einsatzleiter Armin Bergstein zählte in der Nacht auf Allerheiligen 100 Einsätze im Stadtgebiet, darunter 35 Lärmbeschwerden, „die auch alle berechtigt waren“. Ansonsten protokollierten seine Mitarbeiter mehrere Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz, so trafen sie um 20.30 Uhr zwei Sechsjährige in Haaren an, die alleine nach dem Motto „Süßes oder Saures“ in den dunklen Straßen unterwegs waren. Offenbar für den Fall, dass sie kein Süßes bekamen, hatten die Knirpse nicht zugelassene Feuerwerkskörper dabei, so Bergstein. Außerdem wurde ein 16-Jähriger bereits um 21.20 Uhr bereits mit 1,2 Promille Alkohol im Blut angetroffen.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollierten in der Nacht in 25 Aachener Gaststätten zudem den Nichtraucherschutz. „In 24 Lokalen war alles vorbildlich“, berichtet Armin Bergstein, „in einem leider nicht.“ Dort widersetzte sich ein rauchender Gast sogar einem Hausverbot und leistete heftigen Widerstand, „so dass einer unserer Mitarbeiter leider leicht verletzt wurde“, fügt der Abteilungsleiter Außendienste beim Aachener Ordnungsamt hinzu.

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