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Gymnasium St. Ursula: „Sehr gut” fürs Mittagessen

Von: Margot Gasper
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Gestern gabs Hähnchen in der
Gestern gabs Hähnchen in der Mensa von St. Ursula. Für seine Mittagsverpflegung erhielt das private Mädchengymnasium nun die Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Foto: Ralf Roeger

Aachen. Mittags in die Mensa, danach wieder in den Unterricht: Der Ganztag macht Schulen zunehmend auch zu Verpflegungsunternehmen. Aber ist das, was auf den Teller kommt, auch gesund? Darüber diskutierte vor kurzem sogar der Deutsche Bundestag.

Am Gymnasium St. Ursula haben Eltern und Schülerinnen nun Brief und Siegel darauf, dass das Essen vielseitig und vollwertig ist. Die Mittagsverpflegung an dem privaten Mädchengymnasium wurde von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zertifiziert.

Die Schule am Bergdriesch darf nun das Logo „Schule plus Essen = Note 1” führen - als erste Schule in Aachen und als eine von bisher ganz wenigen in NRW.

„Leuchtturmprojekt”

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde am Dienstag das Zertifikat übergeben. Renate Frenz von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nahm kein Blatt vor den Mund: „Sie haben hier wirklich ein Leuchtturmprojekt. Mehr als 90 Prozent der Schulen in Deutschland bieten nämlich bisher keine optimale Schulverpflegung an.”

Die DGE, erklärte Frenz, gibt Schulen, die das Zertifikat anstreben, eine Checkliste an die Hand. „Darin stehen Empehlungen, was an 20 Tagen Schulverpflegung in welchen Mengen ausgegeben werden soll.” So könnten die Schulen ihre Lebensmittelauswahl treffen. „Die Anforderungen sind zu schaffen”, ist Frenz überzeugt.

Die Checkliste schlägt zum Beispiel vor, wie oft Vollkornprodukte auf dem Speiseplan stehen sollten, welchen Stellenwert Gemüse, Salat und frisches Obst haben.

Nach den Kriterien der DGE sollte es an 20 Tagen maximal achtmal Fleisch geben und mindestens viermal Seefisch. Kostenfreies Wasser sollte für jedes Kind bereitstehen. „Die Qualität des Essens hat viel mit Gesundheitsförderung zu tun”, betonte Frenz.

3,40 Euro pro Essen

Werner Jordan kennt die Speisepläne an St. Ursula wahrscheinlich in- und auswendig. Als Koordinator für die Mittagsverpflegung kümmert sich der Lehrer um alle Aspekte des Mensa-Betriebs. „Schulessen muss lecker sein”, ist er überzeugt. Nur so könne eine Mittagsverpflegung dauerhaft Erfolg haben. An St. Ursula scheint das zu gelingen.

Zwischen 70 und 90 Schülerinnen essen im Durchschnitt im neu eingerichteten Forum. Pro Mahlzeit zahlen sie 3,40 Euro. Seit vier Jahren bietet St. Ursula ein warmes Essen an. Wert lege man auch auf die Atmosphäre. „Wichtig sind die Leute, die an der Theke das Essen ausgeben.”

Kritik und Lob der Schülerinnen sind ausdrücklich erwünscht. So erfährt Caterer Boris Gießwein, der das Essen liefert, regelmäßig aus erster Hand, ob der Fisch besonders lecker war oder die Spinatsoße diesmal nicht so der Renner.

Schulleiterin Josefine Marsden dankte allen, die sich für das Mensa-Projekt einsetzen, darunter tatkräftige Eltern, der umtriebige Förderverein und großzügige Sponsoren. „Der Träger kann stolz auf uns sein”, findet Marsden.

Und der Träger, die Ursulinenkongregation Calvarienberg aus Bad Neuenahr, hatte sogar eine kleine Delegation nach Aachen entsandt. Die Damen konnten auch eine Kostprobe genießen. Denn am Buffet gab es viele gesunde Leckereien.

Auf die Frage, was seine junge Kundschaft besonders gerne isst, nennt Caterer Boris Gießwein nicht etwa Fritten. Die stehen zwar schon mal auf dem Speiseplan. Der Renner aber sind Pellkartoffeln mit Kräuterquark und Rahmspinat.
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