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Gute Noten für euregionalen Stellenmarkt

Von: Carsten Rose
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Abfaht zum potenziellen Arbeitgeber: In der Nacht der Unternehmen steuerten wieder Shuttlebusse die teilnehmenden Firmen an – es ging auch über die Grenzen nach Heerlen und Eupen. Foto: Heike Lachmann
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Über zwei Etagen verteilten sich die Stände der deutschen, niederländischen und belgischen Firmen – aber auch der ehrenamtlichen Vereine.

Aachen. Wer den Gesprächsrunden zum Auftakt der Nacht der Unternehmen am gestrigen Abend trotz schwacher Akustik aufmerksam lauschte, der konnte sich ein Attribut sicher schnell merken: attraktiv. Das betraf an diesem Abend nicht ausschließlich die Chancen für Jobsuchende und Arbeitgeber der Städteregion, sondern auch den Personalmarkt im Dreiländereck.

Denn erstmals präsentierten sich auch Firmen aus Ostbelgien, der Partnerregion der Veranstaltung. Für Isabelle Weykmans, Vize-­Ministerpräsidentin der Deutsch­sprachigen Gemeinschaft, war es nur logisch, dass sich „Hochtechnologie-Unternehmen“ aus ihrer Region im Zentrum der Agit am Europaplatz bekanntmachen.

Wichtige Botschaft

Aus den Niederlanden gab Jos Schneiders, Vorsitzender von Limburg Economic Development (LED), den Absolventen und Noch-Studierenden eine wichtige Botschaft für den Abendrundgang mit: „In den kommenden Jahren sind gut 20 000 Arbeitsstellen in Süd-Limburg und der Umgebung zu besetzen.“ Neun niederländische Firmen, unter anderem aus den Bereichen Chemie und Biomedizin, waren vertreten.

Fritz Rötting von der IHK-Aachen wollte aber natürlich auch den Nachwuchs „hier behalten“ und hoffte auf einige „berufliche Beziehungen“, die an dem Abend geschlossen werden sollten. Diesen Gedanken verfolgte auch Paul Pstragowski, 28-jähriger Masterstudent der FH Aachen. Er sucht ein Unternehmen für seine Masterarbeit – und zwar in einem bestimmten Teil Deutschlands.

„Ich will nicht in den Süden, ich will nicht in den Norden“, sagt er, „ich will in der Region bleiben, daher ist der Abend perfekt.“ Auf einer Skala von eins bis zehn vergab er für die Veranstaltung eine gute Acht.

Neben den „Global Players“ der Umgebung waren auch ehrenamtliche und gemeinnützige Vereine auf Mitglieder-Akquise: Markus Maaßen von Ingenieure ohne Grenzen wollte Studierenden unter anderem „technische Entwicklungsarbeit“ und Projekte im Bereich Wissenstransfer – zum Teil in Sierra Leone oder Bolivien – näher bringen.

Aix-Solution, die gemeinnützige studentische Unternehmensberatung der RWTH, will Studierenden Workshops und Präsentationsschulungen bieten, an die „ein Student so nicht herankommt“, wie Jannis Jehmlich und Matthias Bildhauer erläuterten.

Etwas verloren in der Welt der Technologie wirkte die gebürtige Koblenzerin Laura Kirst – sie studiert Psychologie im Bachelor. „Es ist nicht wirklich was für Psychologen dabei, der Personalwesen-Schwerpunkt fehlt mir“, sagte sie. Fündig wurde sie dennoch bei einem der gut 100 Unternehmen – und gab dem Abend auch eine Acht.

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