Aachen - Gute Geschäfte mit dem Sternenhimmel

Gute Geschäfte mit dem Sternenhimmel

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Bei der Hauptversammlung stellen die Schüler des Einhard-Gymnasiums ihren Lehrern und Aktionären das Geschäftsmodell vor. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. „So eine Vorstellung haben wir noch nicht erlebt”, meinte Peter Köster, Lehrer am Einhard-Gymnasium und Betreuer des Projekts „Schülerfirma”. 14 Schüler der Jahrgangsstufe 11 gründeten am 1. Oktober ganz offiziell ein Unternehmen und tauften es „Aixtronomix”. Jetzt stellten sie Lehrern und Aktionären während einer Hauptversammlung die ersten Ergebnisse vor.

Und die können sich sehen lassen: „Gold Edition” haben sie den Prototyp ihres Astronomiekastens genannt, den sie eigens für Grundschulkinder konzipiert haben. Er enthält ein Fernrohr, eine bunte Sternenscheibe, ein Memory, das den Einstieg in die Astronomie spielerisch erleichtern soll, Leuchtsterne, einen Kompass und ein selbst entwickeltes, kindgerechtes Handbuch.

Das alles haben die Schüler in einen goldenen Kasten verpackt, der als Prototyp auf der Hauptversammlung versteigert wurde. Für 65 Euro ging er über den Tisch. Dass die Schüler in kürzester Zeit derart viel erreicht haben, hat Lehrer und Aktionäre zutiefst beeindruckt.

Zum neunten Mal nimmt das Einhard am „Junior”-Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln teil, das die Schüler dabei unterstützt, ein Unternehmen zu gründen. Die jungen Leute entwickeln eine Geschäftsidee und setzen sie eigenständig um. Nur die zehn besten Unternehmen nehmen am Landeswettbewerb teil. Laut Peter Köster hat „Aixtronomix” die besten Chancen, dabei zu sein. In einer gelungenen Vorstellung präsentierten die Einhard-Schüler ihre Geschäftsidee. Sie wollen die selbst entwickelten As-tronomiekästen in Grundschulen und an interessierte Eltern verkaufen. Selten sei eine Schülerfirma zu diesem Zeitpunkt schon so weit vorangeschritten in der Umsetzung ihrer Ideen, betonte Köster: „Wir sind stolz auf euch.”

Wirtschaftliche Zusammenhänge

Im Laufe des Projekts sollen die jungen Leute einen Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge bekommen und Schlüsselkompetenzen wie Selbstständigkeit, Teamarbeit und Eigeninitiative üben. Die Schüler des Einhard-Gymnasiums liegen da offensichtlich ganz weit vorn. Sollte ihr Astronomiekasten ein Verkaufsschlager werden, würden sie sich freuen, aber auch bedauern, dass das Projekt auf ein Jahr begrenzt ist. Danach wird das Unternehmen mit all seinen Abteilungen wie Marketing, Finanzen und Vorstand wieder aufgelöst.
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