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Grundschulen: 35 Eltern haben Widerspruch eingelegt

Von: margot gasper
Letzte Aktualisierung:

Aachen. 65 Familien in Aachen haben für ihr Kind keinen Platz an der Grundschule ihrer Wahl bekommen. 35 der abgelehnten Eltern wollen sich mit der Absage nicht abfinden und haben Widerspruch eingelegt. Das teilt das Presseamt auf Anfrage mit.

Das Schulverwaltungsamt sei derzeit dabei, mit jeder der 35 Familien ein Gespräch zu führen, hieß es weiter. Ziel sei es, den Familien die politische Entscheidung noch einmal zu erläutern, vor allem aber ihnen zu helfen, eine Schule zu finden, die den Bedürfnissen und der Lebenssituation entspreche.

Nach Möglichkeit wolle man mit den Eltern zu einer „einvernehmlichen Lösung” kommen. „Wir hoffen, dass wir die Kuh jetzt vom Eis kriegen”, so Pressesprecher Björn Gürtler.

Bleiben die Eltern bei ihrem Widerspruch und weist die Stadt diesen zurück, dann können die Eltern mit einer Klage vors Verwaltungsgericht ziehen.

Das Grundschul-Anmeldeverfahren für das Schuljahr 2009/10 hat für viel Unruhe gesorgt. Seit 2008 sind die Schulbezirksgrenzen aufgehoben, und an einigen Grundschulen hat das diesmal zu deutlichen Überhängen geführt.

Eine zusätzliche Klasse aber hat der Schulausschuss lediglich der Katholischen Grundschule Birkstraße in Eilendorf genehmigt, da dort ansonsten zahlreiche Kinder aus der nächsten Umgebung nicht unterkommen würden (wir berichteten). Mit der dritten Eingangsklasse konnten an der Birkstraße alle Aufnahmewünsche erfüllt werden.

Keine Überhangklassen gibt es dagegen an den Grundschulen Am Höfling, Vaalserquartier, Passstraße und Gut Kullen. Vor allem diese Schulen mussten nach der hart umstrittenen Entscheidung im Ausschuss Absagen schreiben.

Eltern, die ein Nein kassiert haben, müssen für ihr Kind nun eine neue Schule suchen. Ein eindeutiger Trend sei bei dieser zweiten Anmelderunde nicht auszumachen, heißt es aus dem Presseamt. Die Kriterien, die die Eltern zugrunde legen, seien bunt gemischt. Manche entscheiden sich nun für die nächstgelegene Schule, manche legen Wert auf eine kleine Schule mit überschaubarer Schülerzahl. Wieder andere sind darauf angewiesen, den Schulweg des Kindes mit dem eigenen Weg zur Arbeit zu kombinieren.

Verdrängungseffekt?

Es gibt auch vereinzelt Familien, die eine Absage bekommen haben, bisher aber weder Widerspruch eingelegt, noch ihr Kind an einer anderen Schule angemeldet haben. Auch in diesen Fällen will das Schulverwaltungsamt das Gespräch suchen.

Theoretisch denkbar ist, dass in der neuerlichen Anmelderunde Kinder verdrängt werden, deren Platz an der Wunschschule ursprünglich sicher schien. Grundsätzlich haben nämlich alle Kinder Anspruch auf Aufnahme an der nächstgelegenen Schule. Und das gilt auch für die Nachrücker. „Bisher hat es noch keinen Fall einer solchen Verdrängung gegeben”, so Gürtler, „theoretisch möglich ist das aber.” Theoretisch denkbar sei auch noch eine dritte Anmelderunde, um alle Kinder auf die Grundschulen zu verteilen.

Dem Vernehmen nach macht sich unterdessen die eine oder andere Familie auf Wohnungssuche - um über das Wohnortkriterium („nächstgelegene Schule”) die Aufnahme an der Wunschschule doch noch zu erzwingen.
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