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Grundschule Driescher Hof: „Waveboard” sorgt für Begeisterung

Von: Christoph Classen
Letzte Aktualisierung:
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Macksi zeigt wie´s geht: Auf dem „Waveboard” bewegt sich der Drittklässler bereits galant, als die anderen an der GGS Driescher Hof noch Wackelkandidaten gleichen. Aber Hauptsache, sie bewegen sich. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Manchmal macht es Elisabeth Wolf ein wenig Mühe, ihre Schüler vom Klassenraum in die Turnhalle zu bewegen. Weil Sport bei Heranwachsenden oft nicht mehr so hoch im Kurs steht.

Der Bewegungsdrang hat in den letzten Jahren spürbar nachgelassen, vielleicht auch weil der Weg zu Fernseher und Spielkonsole weit weniger anstrengend ist. Eine Herausforderung, mit der sich Kindergärten und Kitas, Grund- und weiterführende Schulen gleichermaßen konfrontiert sehen. Die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Driescher Hof bildet da keine Ausnahme.

Dort ist Elisabeth Wolf nicht nur Klassenlehrerin sondern auch Sportfachfrau. Gemeinsam mit den Kollegen hat sie einst beschlossen, mit einem Programm zur Bewegungserziehung den Kinder den Spaß am Sport neu zu vermitteln. Dass das gelingt, wird an diesem Vormittag allzu offensichtlich. Vergnügtes Gekreische schallt durch die kleine Schulsporthalle, die Klasse 3b ist nicht zu bremsen.

Die Begeisterung entfacht hat das so genannte „Waveboard”. Als Trendsportgerät vermarktet, besteht es im Grunde genommen aus nicht mehr als einem schmalen Steg, an den zwei Räder montiert sind. 16 dieser Rollbretter, die Koordination und Balance gleichermaßen fördern, hat die GGS Driescher Hof von der Firma „Street Surfing” zur Verfügung gestellt bekommen.

Eine Woche lang sollen die Kinder testen, ob sie gefallen an den Geräten finden. Die Urteile sind eindeutig: „Es ist schwerer als auf dem Skateboard, weil man mehr die Balance halten muss”, berichtet Kevin, 9 Jahre alt, von den Fahreigenschaften. „Man muss schon ein bisschen üben, bevor man es kann”, sagt die achtjährige Büsra. Und Macksi sagt gar nichts und rollt einfach galant auf dem „Waveboard” vorbei. Er ist schon angekommen, wo die anderen noch hinwollen.

Die neuen Sportgeräte wollen die Schüler gar nicht mehr hergeben. „Wenn es finanziell möglich ist, werden wir ein paar davon anschaffen”, sagt Konrektorin Monika Wagner. Sportfachfrau Elisabeth Wolf hat zunächst eine andere Herausforderung zu meistern. Mit Blick auf das turbulente Treiben in der Turnhalle seufzt sie: „Und versuchen Sie jetzt mal, die wieder in die Klasse zu kriegen.”
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