Grundschüler spenden großzügig

Von: Moritz Löhring
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Joel Rombey und Patrice Reinhard (Mitte) waren zur Scheckübergabe gerne in die Grundschule Laurensberg gekommen. Bereitwillig beantworteten sie die Fragen der Kinder. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Schon zum vierten Mal haben die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Laurensberg Karten gestaltet und verkauft. Knapp 230 der rund 300 Kinder reichten ihre teils weihnachtlichen, teils sehr fantasievoll gemalten Werke ein. „Die Bilder der Kinder haben wir dann auf Karten drucken lassen, und die Schüler haben sie selbst unter die Leute gebracht“, erklärt Rektorin Petra Gier die Spendenaktion unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“.

„Sie haben ungefähr 5860 Karten verkauft.“ Nicht nur an Nachbarn, Verwandte und Bekannte seien die kleinen Kunstwerke gegangen, sie wurden auch am Tag der offenen Tür der Heinrich-Heine-Gesamtschule angeboten, berichtet Gier weiter. „Wir haben mehr als 1000 Euro eingenommen, geben das Geld aber auch gerne wieder ab“, sagt Gier.

555,55 Euro wurden Joel Rombey überreicht. Der ehemalige Schüler der GGS Laurensberg war vor eineinhalb Jahren bei einer nächtlichen Badeaktion schwer verunglückt. Seitdem sitzt der heute 19-Jährige im Rollstuhl. „Man darf sich nicht aufgeben, das Leben geht ja weiter“, sagte er. Über den Unfall und die Veränderung seines Lebens sprach er sehr offen. Auch auf die Fragen der Grundschüler antwortete er ehrlich. Mit der Spende will er einen Teil der Kosten decken, die durch den Unfall entstanden sind. Denn um viele Zuschüsse der Krankenkasse muss er kämpfen.

Ebenfalls 555,55 Euro gingen an Patrice Reinhard. Die Lehrerin an der Parzival-Schule Aachen engagiert sich im „Cosmos Children Hilfsprojekt für Kinder mit Behinderung“ in Ghana. „In Ghana werden viele Neugeborene mit Behinderung nicht als lebensfähige Menschen angesehen und haben kaum eine Chance zu überleben“, berichtete Reinhard von der bedrückenden Situation in Westafrika. Mit dem Geld werde man ein Dach für das angefangene Heim bauen können, erklärte sie den Kindern der Grundschule.

Derzeit gibt es nur Platz für sechs Kinder mit Behinderung. Mit dem Neubau soll die Zahl deutlich steigen. „Wir müssen dort vielen Leuten erst zeigen, dass jeder Mensch es verdient zu leben. Egal ob er eine Behinderung hat, oder nicht“, sagte Reinhard, die auch hauptberuflich mit behinderten Schülern arbeitet. Sie selbst fahre einmal im Jahr nach Ghana, um vor Ort zu helfen, erzählte sie auf die Frage eines Kindes. Reinhard zeigte sich überwältigt von der Spende der Kinder. 2016 soll es an der Schule wieder eine Aktion geben.

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