Grünes Licht für das Verkehrskonzept

Von: Heiner Hautermans
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Aachen. Der Campus Melaten kann kommen, zumindest aus Sicht der Verkehrspolitiker, aber sicher auch der Bewohner der Hörn.

Die verliehen ihren Bedenken in der Fragestunde des Verkehrsausschusses zwar noch einmal ausgiebig Ausdruck, erlebten anschließend aber, dass die meisten Vorschläge und Anregungen in einem gemeinsamen Antrag von CDU/SPD/FDP/Grüne aufgegriffen wurden. Damit erkannten die Kommunalpolitiker an, dass jetzt schon eine hohe Verkehrsbelastung im Wohngebiet Hörn/Muffet/Königshügel herrscht, gegen die auch jetzt vorgegangen wird.

Und obwohl es noch fünf Jahre dauern wird, bis der Campus Melaten voll bebaut ist. Im vierten Quartal 2009 soll die Erschließung erfolgen, teilte Beigeordnete Gisela Nacken mit. Der Campus Westbahnhof werde dagegen noch bis zu zwei Jahre Planungsvorlauf benötigen.

Einstimmig beschlossen wurden Sofortmaßnahmen wie die abknickende Vorfahrt an der Einmündung Mies-van-der-Rohe-Straße, ein Lkw-Durchfahrverbot im Seffenter Weg in und aus Richtung Pariser Ring, die Einrichtung von Dauerzählstellen im Seffenter Weg, der Halifaxstraße, der Ahornstraße, der Valkenburger Straße, an Maastrichter Straße/Muffeter Weg und Melatener Straße.

Außerdem werden im Seffenter Weg eine Tempo-30-Zone eingerichtet, die Brücke über den Pariser Ring in der Melatener Straße gesperrt, die Zufahrt vom Pariser Ring in die Valkenburger Straße unterbunden, Schulwege sicherer gestaltet und zwei Radaranlagen auf der Halifaxstraße aufgestellt.

Der Abzweig vom Pariser Ring in die Halifaxstraße wird von zwei auf eine Spur verengt, eine weitere Ampel eingerichtet und die Valkenburger Straße weitgehend für den Individualverkehr geschlossen. Sollten die Zählungen ergeben, dass bestimmte Schwellenwerte überschritten werden, hat man weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen im Köcher, etwa Bodenschwellen, Fahrbahnverengungen oder Mittelinseln.

Mittelfristig sollen auch die Knotenpunkte Autobahnabfahrt Laurensberg/Kohlscheider Straße, Vaalser Straße/Pariser Ring und Claßenstraße/Alleenring neugestaltet werden. Übereinstimmung herrschte auch darin, dass umweltfreundliche Verkehrsmittel verstärkt genutzt werden sollen, nicht nur im Campus Melaten. So soll für die RWTH schnellstmöglich das Jobticket eingeführt werden, eine attraktive Radwegverbindung zwischen Innenstadt und den Campus-Gebieten geschaffen werden und eine Trasse für eine Schienenanbindung freigehalten werden, die erster Baustein für regionales, innenstadtverträgliches Verkehrssystem werden soll.

Regelmäßige Information

Weitergehende Wünsche der Anwohner, etwa die flächendeckende Einführung von Anliegerstraßen, wurden dagegen nicht berücksichtigt. Das stelle eine Ungleichbehandlung gegenüber anderen Stadtbereichen dar, erklärte Dezernentin Gisela Nacken. Am Ende klopfte man sich gegenseitig auf die Schulter und lobte parteiübergreifend die gute Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Verwaltung und Politik - sogar in schwierigen Vorwahlkampfzeiten. Unterstützung signalisierte sogar der - nicht abstimmungsberechtigte - Vertreter der Linken. Und auf Vorschlag der CDU werden die Bürger regelmäßig über den weiteren Planungsprozess informiert.
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