Aachen - Großeinsatz der Polizei: Alarm in der Sparkasse

Star Wars Alden Ehrenreich Solo Freisteller Kino

Großeinsatz der Polizei: Alarm in der Sparkasse

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
7018651.jpg
Gut ausgerüstete und gesicherte Spezialpolizisten rückten im Laufe des Vormittags an, um die Zweigstelle an der Schurzelter Straße zu stürmen, in der Einbruchsalarm ausgelöst worden war. Foto: Ralf Roeger
7018661.jpg
Der Einsatz zog sich, weil Sicherheit herrschen musste, dass Unbeteiligte nicht gefährdet wurden.
7018660.jpg
Weil die Schurzelter Straße gesperrt war, mussten Verkehrsteilnehmer, hier auf der Vaalser Straße, erhebliche Umwege in Kauf nehmen.

Aachen. Großeinsatz der Polizei Donnerstagvormittag in Gut Kullen: Die Schurzelter Straße wurde zwischen Vaalser Straße und Reutershagweg abgesperrt, weil der Verdacht bestand, dass sich Bankräuber in der Filiale der Sparkasse in Höhe des Hitmarktes befanden.

Immer mehr uniformierte Kräfte und Beamte in Zivil wurden im Westen Aachens zusammengezogen, SEK-Kommandos rückten an, ebenso eine Hundertschaft aus Bonn. Polizeisprecherin Sandra Schmitz war ebenfalls vor Ort, um die zahlreich erschienenen Medienleute auf dem Laufenden zu halten: „Kurz nach acht Uhr haben wir die Meldung eines Angestellten erhalten, dass der Einbruchsalarm ausgelöst worden ist.“

Das kann dann bedeuten, dass es sich um eine Falschmeldung handelt, Unbefugte sich in dem Gebäude aufgehalten haben und es wieder verlassen haben. Oder eben, dass sie sich noch in der Zweigstelle oder anderen Räumen des Wohn- und Geschäftsgebäudes befinden und einen Überfall oder sogar eine Geiselnahme planen. „Man kann nicht ausschließen, dass noch ein Täter im Objekt ist.“ Entsprechend vorsichtig gingen die Sicherheitskräfte deshalb vor. Das Gebäude wurde umstellt, der gesamte Bereich abgesperrt, erst um 11.35 Uhr tasteten sich die Spezialkräfte langsam in das Gebäude vor, zunächst in den Vorraum, in dem sich Automaten und Drucker befinden. Schmitz: „Erst mussten wir abklären, dass sich kein Dritter dort mehr aufhält.“ Das bedeutete: Von der Putzfrau bis zum Direktor mussten alle Personen überprüft werden.

Spurensicherung rückte an

Erst als die Gewissheit bestand, dass kein Unbeteiligter gefährdet wurde, gingen die Spezialkräfte in die eigentlichen Bankräume. Dabei wollten die Beamten unter sich sein, selbst die Presseleute mussten das Feld räumen und sich auf die andere Seite der Hit-Zufahrt begeben. Die Art des Vorgehens will man unter dem Deckel halten, potenzielle Bankräuber sollen nichts über die Polizeitaktik erfahren.

Etwa 50 Minuten später stand fest, dass zumindest die schlimmsten Befürchtungen nicht eingetroffen sind und Entwarnung gegeben werden konnte. Sandra Schmitz: „Wir haben alles durchsucht und niemanden angetroffen.“ Jetzt müsse weiter ermittelt werden, ob es sich um einen Fehlalarm gehandelt oder jemand das Gebäude aufgesucht und wieder verlassen hat: „Die Spurensicherung ist vor Ort.“ Unter anderem werden die Aufnahmen der Überwachungskameras ausgewertet, um genauere Aufschlüsse zu bekommen.

Wegen der stundenlangen Absperrungen mussten viele Supermarkt-Kunden, Fahrer, Fußgänger und Anwohner Umwege und Behinderungen in Kauf nehmen, und nicht jeder hatte dafür Verständnis. Eine 62-Jährige, die in dem großen Gebäudekomplex wohnt und nicht sofort zu ihrer Haustüre gelangen konnte, mokierte sich über dieses Unverständnis: „Ich verstehe nicht, dass manche Leute sofort losmeckern. Sie tun doch auch nur ihre Pflicht“, sagte sie im Gespräch mit einer Beamtin. Betroffen waren auch Anwohner, die in der Tiefgarage parkten oder Patienten, die einen Termin in nahe gelegenen Praxen hatten.

Elitepolizisten

Es war nicht das erste Mal, dass in diesem Bereich Aachen große Polizeieinsätze stattfanden. Direkt gegenüber der Sparkasse wohnte der Vorsitzende des 2002 verbotenen Spendensammelvereins Al Aqsa, der später mit Haftbefehl gesucht wurde und sich der Festnahme entzog, indem er abtauchte. Die Polizei hatte mehrfach versucht, ihn in Gut Kullen anzutreffen. Auf der Vaalser Straße stoppten Elitepolizisten im Jahr 2005 einen Fiat Punto mit belgischen Kennzeichen, der als gestohlen gemeldet war. Es bestand auch da der Verdacht, dass die Insassen einen Überfall auf die Sparkasse an der Schurzelter Straße planten, die sich wegen ihrer Lage in der Nähe der Grenzen bei Bankräubern einer gewissen Beliebtheit erfreut.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert