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Große Typisierungsaktion an der TH: Spender gesucht

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:
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Setzen auf zahlreiche Registrierungen für die DKMS: (von links) Johanna Sckaer, Raphael Kiesel, Jonas Sieger, Nada Abedin und Luisa Averdunk. Am 17. Dezember wird am Super C eine Typisierung angeboten. Foto: Daniel Gerhards

Aachen. Jonas Sieger wollte helfen. Es war vor zwei Jahren, da erfuhr er von der großen Typisierungsaktion an der RWTH Aachen. Studenten hatten sie organisiert, am Ende sollten sich rund 1800 vor allem junge Menschen in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eingetragen haben.

Unter ihnen war RWTH-Student Jonas Sieger. Es dauerte nicht lang, da bekam er Post. Es folgte ein Anruf, seine Gewebemarker waren nachgefragt, Sieger war bereit, tatsächlich zu helfen. Ein paar Wochen später ließ er sich in Köln entsprechend operieren, um mit seiner Knochenmarkspende einer 65-jährigen an Leukämie erkrankten Frau in den USA zu helfen. „Es war ein gutes Gefühl, so einem Menschen helfen zu können“, sagt er nun.

Zwei Jahre später steht die zweite Typisierungsaktion bevor, am Mittwoch, 17. Dezember, sollen wieder möglichst viele potenzielle Spender gefunden werden. Menschen wie Jonas Sieger. Eine Registrierung ist von 10 bis 18 Uhr im Sparkassen-Forum unter dem Super C der RWTH Aachen am Templergraben möglich. Anders als vor zwei Jahren wird für die Registrierung keine Blutprobe entnommen. Diesmal reicht ein sogenannter Wangenabstrich: ein Wattestäbchen schabt dazu durch den Mundraum. Der Abstrich wird dann in einem Labor auf seine Gewebemerkmale untersucht.

Verantwortlich ist ein Team von Studenten. Johanna Sckaer, Nada Abedin und Luisa Averdunk haben für die Typisierungsaktion schon mehr als 130 Helfer gewinnen können, Rektorat wie auch AStA unterstützen die große Aktion, Rektor Ernst Schmachtenberg ist Schirmherr. „Uns werden an der Hochschule Tür und Tor geöffnet“, berichtet Johanna Sckaer, die sich selbst vor zwei Jahren hat registrieren lassen. AStA-Vorsitzender Raphael Kiesel sagt: „Das Engagement für dieses Thema ist groß.“

Angesprochen werden mit der Aktion zunächst einmal Studenten, aber auch alle anderen Aachener werden gerne gesehen. Als möglicher Spender kann sich jeder gesunde Mensch im Alter von 18 bis 55 Jahren registrieren lassen. Gespendet werden kann dann bis zum 60. Lebensjahr. Die DKMS besteht seit 1991 und zählt weltweit 4,85 Millionen Registrierungen. Bislang gab es 45.691 Stammzellenspenden.

Mindestens 1800 neue Registrierungen sollen es am 17. Dezember werden. Die Aktion ist länger angesetzt, als vor zwei Jahren, ein paar mehr sollten es also schon werden. Auch das Verfahren ohne Blutabnehmen dürfte weniger abschreckend sein. Etwa acht Minuten wird für die Datenabfrage samt Wangenabstrich angesetzt, bis zu 30 Registrierungen können gleichzeitig ablaufen. „Wir wollen möglichst viele Registrierungen. So eine Aktion ist super wichtig“, findet Luisa Averdunk. Auf die schnellsten wartet eine Nikolausmütze. Und es gibt den ganzen Tag eine Tombola.

Offene Fragen rund um DKMS-Typisierungen und die Aktion an der RWTH gibt es am Dienstag, 16. Dezember, um 17.30 Uhr bei einer Info-Veranstaltung im Ford-Saal ebenfalls im Super C. Dann wird auch Maschinenbau-Student Jonas Sieger von seinen Erfahrungen berichten. „Ich würde alles wieder genauso machen“, sagt der Spender.

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