Aachen - Großbaustelle an der Vaalser Straße: Angst um die Kinder ist groß

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Großbaustelle an der Vaalser Straße: Angst um die Kinder ist groß

Von: Gerald Eimer
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Schwere Transporter auf schmaler Straße: Eltern an der Grundschule Gut Kullen schlagen aus Sorge um die Sicherheit ihrer Kinder Alarm. Für die Baufahrzeuge der benachbarten Großbaustelle fordern sie einen anderen Abfahrtsweg. Foto: Harald Krömer

Aachen. Sollte der Stadt ein reibungsloser Verkehrsfluss tatsächlich wichtiger sein als das Wohl kleiner Kinder? Diese Befürchtung hegen etliche Eltern an der Gemeinschaftsgrundschule Gut Kullen. Denn seitdem in unmittelbarer Nachbarschaft die Großbaustelle der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Gewoge eingerichtet wurde, hat das große Bangen um die Sicherheit ihrer Kinder begonnen.

Dies wurde auf der Schulpflegschaftssitzung am vergangenen Mittwoch deutlich, in deren Nachgang die Vorsitzende Birgit Hangarter nun gemeinsam mit der Klassenpflegschaftsvorsitzenden Petra Müller Alarm schlägt und darauf drängt, dass „schnellstmöglich eine sichere Lösung für unsere Kinder gefunden wird“. Wichtigstes Ziel: Der Baustellenverkehr dürfe aus Sicht der Eltern keinesfalls über den Philipp-Neri-Weg geleitet werden.

Bislang sieht das Konzept des Bauträgers lediglich eine Zufahrt von der Vaalser Straße auf das Baugelände vor. Die Abfahrt erfolgt hingegen über Teile des Lehrerparkplatzes der Grundschule, durch den Philipp-Neri-Weg und weiter zur Schurzelter Straße. Selbst 40-Tonner werden an einer Grundschule, zwei Kindertagesstätten und einer Offenen Tür vorbeigeleitet, zeigen sich die Eltern entsetzt – und dies auf einer Straße, die denkbar schmal ist und eigentlich verkehrsberuhigt wirkt.

„Unsere Kinder sind damit überfordert“, ist Birgit Hangarter überzeugt. Viele seien noch verträumt, andere würden einfach mal drauf losrennen. „Entwicklungsbedingt“ seien sie kaum in der Lage, „mit dieser veränderten Verkehrssituation“ umgehen zu können.

Betroffen seien täglich mindestens 200 Kinder, die sich den Weg mit dem Schwerlastverkehr teilen. Die Eltern sprechen von einer „massiven Sicherheitsgefährdung“, und drängen darauf, eine andere Lösung für den Schwerlastverkehr zu finden.

Schrittgeschwindigkeit

Nach Angaben der Eltern zeige sich auch die Schulleitung besorgt, die zwischenzeitlich den Kontakt zu Stadt und Gewoge gesucht habe. Vereinbart sei, dass vor Schulbeginn kein Laster fährt, Fahrer müssten Schrittgeschwindigkeit einhalten und Schülerlotsen sollen die Sicherheit erhöhen.

Doch all dies reiche nicht, meinen die Eltern – zumal sich kein Lkw-Fahrer an die Schrittgeschwindigkeit halte. Auch die zugesagte Aufsicht an der Baustellenausfahrt gebe es nicht, teils würden Lkw-Fahrer sogar ohne Einweiser rückwärts fahren. „Wir sind wirklich in furchtbarer Sorge“, sagt Birgit Hangarter – zumal jetzt auch die dunkle Jahreszeit beginnt.

Und während der Bauträger keine Alternative zur jetzigen Verkehrsführung sieht, bringt sie andere denkbare Varianten ins Gespräch: Warum man die Laster nicht hinter dem benachbarten Jobcenter vorbei zum Neuenhofer Weg schickt, fragt sie. Denkbar wäre es auch, neben der Baustellenzufahrt von der Vaalser Straße eine provisorische Ausfahrt anzulegen.

Die Eltern hoffen nun, bei Politik und Verwaltung schnellstmöglich Gehör zu finden. „Und zwar bevor jemand zu Schaden kommt.“ Eine Anfrage der „Nachrichten“ zur Situation am Philipp-Neri-Weg konnte von der städtischen Bauverwaltung am Freitag nicht mehr beantwortet werden.

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