Aachen - Großbauprojekte in der Stadt: Fernwärmenetz wird ausgebaut

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Großbauprojekte in der Stadt: Fernwärmenetz wird ausgebaut

Von: Heiner Hautermans
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Vorne Fernwärme, hinten Studentenwohnungen in vier Bauabschnitten. An der Vaalser Straße in Höhe Westpark ist der Zusammenhang zwischen Neubau und dieser Form der Energieversorgung förmlich mit Händen zu greifen. Fotos (2): Harald Krömer Foto: Harald Krömer
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Auf dem Krugenofen haben die Bauleute noch nicht richtig losgelegt. Eine Spur wird bald gesperrt, der Verkehr durch Ampeln geregelt.

Aachen. Wenn die Stadtwerke eine größere Baustelle für die Erweiterung ihres Fernwärmenetzes in Angriff nimmt, sind größere private Bauprojekte nicht fern.

Diese Art der Energieversorgung scheint auf Menschen, die siebenstellige Summen in Wohnprojekte stecken, nämlich eine enorme Anziehungskraft auszuüben. Jüngste Beispiele sind die Vaalser Straße und der Krugenofen, wo die Absperrbaken den Verkehrsteilnehmern in den nächsten Wochen das Leben erschweren werden.

Am Krugenofen dauern die Arbeiten am längsten, dort sind auch die Verkehrskadetten im Einsatz. Dort werden, wie berichtet, die Leitungsnetze für Versorgung und Abwasser erneuert und erweitert. Zunächst werden auf der südlichen Seite (ungerade Hausnummern) von der Sebastianstraße bis zur Hauptstraße die Versorgungsleitungen, auch für Fernwärme neu verlegt. Ab August folgen zwischen Eynattener Straße und Burtscheider Straße die Arbeiten am Kanal, der auf der anderen Straßenseite (gerade Hausnummern) liegt. Zuletzt werden auf dieser Seite dann auch die Versorgungsleitungen erneuert. Die komplette Baumaßnahme soll im Frühjahr 2015 beendet sein.

Knapp eine Million

Die Verkehrskadetten waren bislang jedoch nur kurz im Einsatz, weil der Verkehr wegen der Ferien noch vergleichsweise übersichtlich ist und die Baustelle diese Woche erst komplett eingerichtet werden muss. Stawag-Sprecherin Corinna Bürgerhausen: „So richtig losgehen wird es erst in der nächsten Woche.“ Und dann würden wohl auch die Verkehrskadetten herangezogen, um die Behinderungen auf der vielbefahrenen Ausfallstraße möglichst gering zu halten und die Autofahrer zu informieren. Ortskundige werden gebeten, die Baustelle großräumig zu umfahren, die angrenzenden Geschäfte bleiben aber erreichbar.

Versorgt werden durch die neuen Leitungen gleich zwei größere Bauprojekte. Auf dem Gelände einer ehemaligen Messerfabrik im Innenbereich zwischen Benediktinerstraße, Krugenofen und Hauptstraße werden derzeit 52 Wohnungen gehobener Qualität hochgezogen. Weiter unten an der Hauptstraße, auf dem Gelände vor dem Schwertbad, arbeiten Bauleute an 45 Luxuswohnungen (Benediktiner-Höfe), von denen ein Großteil schon an den Mann oder die Frau gebracht ist. Wer noch eine günstige Anlagemöglichkeit sucht, kann fündig werden: Eine Penthouse-Wohnung mit etwas über 200 Quadratmetern Wohnfläche und 160 Quadratmetern Terrasse ist noch zu haben, für nicht mal eine Million (985.000 Euro).

Noch augenfälliger ist der Zusammenhang zwischen Fernwärme und Bauprojekt auf der Vaalser Straße, wo zwischen Hanbrucher Straße und Hammerweg ebenfalls das Rohrnetz der Stawag erweitert wird. Die Arbeiten haben dort ebenfalls am Dienstag begonnen, sie sollen bis Ende Juli abgeschlossen sein. Für die Arbeiten ist die Spur stadteinwärts gesperrt worden, der Individualverkehr wird über die Busspur geleitet. Auch auf dieser, von Bussen häufig frequentierten Trasse ist es laut Corinna Bürgerhausen noch zu keinen größeren Behinderungen gekommen: „Das Verkehrsaufkommen ist durch die Osterferien dort sehr viel geringer als sonst.“ Weitere Bauabschnitte seien dort nicht geplant. Die Fußgängerampel in Höhe des Eingangs zum Westpark ist abgeschaltet. Fußgänger können die Vaalser Straße ein Stück weiter mit Hilfe einer eigens aufgestellten Drucktastenampel überqueren. Die Stawag-Frau bestätigt, dass die Arbeiten wegen der angrenzenden Großbaumaßnahme fällig geworden ist: „Das ist der Auslöser. Wir versuchen aber auch andere Anlieger mit einzubeziehen.“ In das Fernwärmenetz.

Vier Bauabschnitte

Realisiert wird dort auf dem Gelände einer ehemaligen Fabrik in vier Bauabschnitten eine große Wohnanlage, nach Angaben eines Baubeteiligten mit mehr als 100 Wohneinheiten, die vornehmlich für Studenten angelegt werden. Am Hammerweg ist bereits ein sechsgeschossiges Gebäude im Rohbau fertig. Verschiedene Versuche der „Nachrichten“, nähere Informationen beim Bauherrn und Architekten zu erhalten, führten am Mittwoch nicht zum Erfolg.

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