Aachen - Großaufgebot der Polizei im Rathaus

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Großaufgebot der Polizei im Rathaus

Von: Lee Beck
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Ausgezeichnete Beamte: Im Krönungssaal des Aachener Rathauses wurden 39 Polizisten aus ganz Nordrhein-Westfalen für ihre sportlichen Erfolge geehrt. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Großaufgebot der Polizei: Unzählige Uniformierte betraten am Montagmittag das Aachener Rathaus. Doch dieses Mal jagten sie weder Verbrecher, noch mussten die Beamten für Recht und Ordnung sorgen. Sie waren alle ganz entspannt.

Denn 39 Polizisten aus ganz Nordrhein-Westfalen wurden bei der Polizeisportlerehrung für ihre Erfolge im Leistungssport im Krönungssaal geehrt. Neben Landesinnenminister Ralf Jäger kamen auch mehrere Polizeipräsidenten – etwa aus Düsseldorf, Bonn oder Köln – zu einem Meinungsaustausch zusammen.

An runden Tischen hatten die Ehrengäste Platz genommen, und der Koch brachte rein sportliches und gesundes Essen auf den Tisch. „Heute gibt es nichts Ungesundes wie Fritten oder so“, sagte lachend Werner Schneider, Pressesprecher der Aachener Polizei. Zu ihren Ehrungen erhielten die Sportler eine alte Dachschindel des Aachener Doms als Andenken.

In seiner Rede ging Innenminister Ralf Jäger auf Karl den Großen als Karl den Sportler ein. Denn laut Jäger soll der Kaiser nicht nur ein begeisterter Reiter, sondern auch ein eifriger Schwimmer gewesen sein. „Sport stärkt den Zusammenhalt und den Teamgeist, das ist nicht nur wichtig für sie als Polizisten, sondern auch Karl der Große hatte das schon erkannt“, sagte Jäger. Bürgermeisterin Hilde Scheidt bedankte sich im Namen des Oberbürgermeisters, des runden Tisches gegen Rechts und der Bürger und Bürgerinnen der Stadt Aachen für die tolle Organisation und den Einsatz der Polizei bei der Neonazi-Demo am vergangen Samstag.

Der einzige geehrte Aachener Sportler ist der Polizeikommissar Christoph Schweizer, der zur Zeit in der Einsatzhundertschaft beschäftig ist. Sein Herz schlägt für den Radsport, zu seinen größten Erfolgen zählt der 16. Platz bei der Männer-Elite im Sparkasse-Münsterland-Giro 2013, dem drittgrößte Radrennen der Bundesrepublik.

Bei dem Wettbewerb fuhr er mit den Tour-de-France-Radlern Fabian Wegmann und Christian Knees in einer Mannschaft. Außerdem belegte Schweizer den fünften Platz im Zeitfahren, den sechsten Platz im Einzelrennen und gewann mit der Mannschaft bei den Polizeieuropameisterschaften im Radsport 2012. Drei bis vier Stunden muss der 28-Jährige täglich trainieren, um fit zu bleiben. „Es ist wirklich etwas Besonderes für mich, dass die Ehrungen heute in Aachen stattfinden“, sagt er. „Noch besser fühlt es sich an, dass die Ehrungen im Krönungsaal vorgenommen werden“, fügt er hinzu.

Fest im Blick hat der Polizeikommissar die diesjährigen deutschen Profimeisterschaften. „Ich bin schon qualifiziert, würde es aber gerne in das obere Drittel schaffen“, sagt Christoph Schweizer ambitioniert.

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