Aachen - Grillen im Westpark: Viel Sonne, viel Spaß, viel Abfall

Grillen im Westpark: Viel Sonne, viel Spaß, viel Abfall

Von: Daniel Gerhards
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Grillen im Westpark: Vornehmli
Grillen im Westpark: Vornehmlich jüngere Leute haben das gute Wetter zum spontanen Open-Air-Schmaus genutzt. Foto: Daniel Gerhards

Aachen. Der Rasen im Westpark war in den frühen Abendstunden am Wochenende immer proppenvoll. Auf den Decken, Handtüchern oder einfach auf der grünen Wiese saßen die meist jungen Leute in Gruppen zusammen. Daneben spielten sie Fußball, Volleyball oder ließen Frisbee-Scheiben fliegen. Kein Wunder: Bei dem schönen Wetter am Pfingstwochenende wollten die Aachener die Sonnenstrahlen auskosten.

Dazwischen sieht man schon aus einiger Entfernung viel weißen Rauch aufsteigen. Denn viele haben einen Grill, Fleisch und Würstchen mitgebracht. Auch Moritz Ritschel und seine Freunde haben einen Grill aufgebaut. „Im Sommer sind wir bei schönem Wetter fast immer hier. Es gibt in Aachen keinen besseren Platz zum Grillen”, sagt der 24-Jährige. „Ich finde es sehr gut, dass man hier grillen darf. Wir wohnen im Ostviertel. Da gibt es wenig Platz für sowas”, sagt Ritschel.

Die Verwaltung sieht das bunte Treiben derweil mit gemischten Gefühlen. Es werde zu viel Abfall in den städtischen Anlagen liegengelassen. Die „Müllberge” in den Parks müssen von den Mitarbeitern des Stadtbetriebs beseitigt werden.

Daher soll der Unrat, so die Verwaltung, mit nach Hause genommen werden. Ihn einfach an Ort und Stelle liegenzulassen, stelle gar eine Ordnungswidrigkeit dar. Man solle die Entsorgungskosten für den Müll nicht auf die Allgemeinheit abwälzen. Denn der „Entsorgungsaufwand” und der „Pflegeaufwand für schonungslos genutzte Anlagen” könne letztlich dazu führen, dass „das Angebot an Grillmöglichkeiten nicht so wie bislang aufrecht erhalten werden kann”.

Moritz Ritschel ist sich der Müll-Problematik durchaus bewusst. „Wir nehmen unseren Müll immer mit. Das stört uns, wenn hier soviel Müll rumliegt”, sagt er. Allerdings seien die Tonnen im Westpark „eigentlich immer überfüllt”.

Auch Max Mades hat seinen Grill gerade wieder „fit für den Sommer” gemacht. Der 23-jährige Student hat nur einen kleinen Balkon und schätzt die Geselligkeit im Park. Seinen Abfall räumt er auch stets weg. „Das ist schon störend, dass es Leute gibt, die ihren Müll einfach hier liegen lassen”, sagt er. „Abends gibt es irgendwann immer einen große Haufen mit Tüten neben den Mülleimern”, sagt er. Da sollte es vielleicht größere Eimer oder gar Container geben.

Am Morgen des Pfingstsonntags zeigt sich, dass die Müllberge neben den Eimern tatsächlich beträchtlich sind. Neben den Abfallbehältern, die offensichtlich zu klein sind, um den angefallenen Unrat zu fassen, türmen sich gelbe und blaue Müllsäcke, vollgestopfte Plastiktüten und Holzkohlesäcke, dutzende gebrauchte Einweggrills, Pappteller und Plastikbecker, Getränkedosen und Flaschen. Daneben führen Hundebesitzer ihre Vierbeiner Gassi und Jogger drehen ihre morgendlichen Runden durch den Westpark.

Der Müll, der achtlos auf dem Rasen liegengelassen wurde, ist zweifellos ein Problem. Gemessen an der Zahl der Leute, die dort abends waren und an der großen Menge des gesamten Unrats ist das aber bei weitem nur ein kleiner, aber sehr unappetitlicher Teil.

Offen bleibt die Frage, ob es den Parkbesuchern zuzumuten ist, ihren Abfall mit zu nehmen, wenn alle Eimer voll sind. Oder ob die Stadt weitere und größere Behälter aufstellen sollte, in dem der Müll deponiert werden kann.
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