Aachen - Glücksspiel und Varieté gehen bald Hand in Hand

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Glücksspiel und Varieté gehen bald Hand in Hand

Von: gei
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Der Rat der Stadt stellt die Weichen für den Umbau des Neuen Kurhauses.

Aachen. Glücksspiel und Varieté sollen künftig im Neuen Kurhaus an der Monheimsallee eine enge Verbindung eingehen. Dafür haben sich die Ratspolitiker über alle Fraktionsgrenzen hinweg am Mittwoch in nichtöffentlicher Sitzung ausgesprochen. Als neuer Partner soll demnach der Varieté-Spezialist GOP Entertainment Group gewonnen werden.

Mit dem Beschluss kann nun ganz offiziell die seit längerem geplante Neubelebung des in die Jahre gekommenen Aachener Spielcasinos vorangetrieben werden. Das traditionsreiche Haus leidet bekanntlich seit längerem unter dramatisch sinkenden Besucherzahlen, weshalb in der Vergangenheit bereits öfter über das Ende der Casino-Ära in Aachen spekuliert wurde.

Doch nicht zuletzt die Aachener Landtagsabgeordneten haben das mit vereinten Kräften abwenden können. Inzwischen gibt es gar eine Art Bestandsgarantie: Ein neuer Spielcasino-Standort in Köln wurde Westspiel nur gegen die Zusage genehmigt, Aachen nicht zu vernachlässigen und hier wieder zu investieren.

Geld muss jedenfalls fließen, denn für eine grundlegende Sanierung des Neuen Kurhauses sind rund 21 Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt hofft, dies mit den finanzkräftigen Partnern Westspiel und GOP gemeinsam stemmen zu können.

Die in Hannover beheimatete GOP-Gruppe soll zudem zusätzliche Zugkraft entfalten und wieder mehr Besucher nach Aachen führen. Profitieren soll davon nicht nur das Casino, sondern auch das benachbarte Eurogress, dessen Messe- und Kongressbesuchern ebenfalls eine neue Attraktion geboten werden soll.

Erfolge feiert GOP bislang in Hannover, Essen, Bad Oeynhausen, Münster, München und seit neuestem auch in Bremen. Mehr als 700 000 Gäste jährlich zieht GOP eigenen Angaben zufolge mit seinen Shows aus Akrobatik, Comedy, Tanz und Zauberei in gehobenem Ambiente.

Möglichst zügig will nun auch Aachen davon profitieren. Das Casino wird sich demnach deutlich verkleinern und mit dem linken Flügel im Neuen Kurhaus zufrieden geben. Der große Saal kann dann fürs Varieté genutzt werden. Der rechte Flügel ist für die Gastronomie vorgesehen, auch Kongressbesucher sollen dort verköstigt werden.

Die Stadt hat den Auftrag, umgehend die Verträge für die neue kombinierte Nutzung des Neuen Kurhauses auszuhandeln und zum Abschluss zu bringen. Wann mit den Umbauten begonnen wird, ist noch offen.

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