Aachen - Gläserner Aufzug am Katschhof wird nicht gebaut

Gläserner Aufzug am Katschhof wird nicht gebaut

Von: gei
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der umstrittene gläserne Aufzug am Katschhof wird voraussichtlich nicht gebaut. Darauf hat sich am Dienstag die Verwaltungsspitze verständigt.

Wie Oberbürgermeister Marcel Philipp auf Anfrage bestätigte, arbeite man derzeit an neuen Plänen, die den Bau des Aufzugs überflüssig machen. Damit wären zugleich die Tage der öffentlichen Toilettenanlage an der Rückfront des Standesamts gezählt, die eigentlich behindertengerecht umgebaut werden sollte, nun aber wohl geschlossen wird. Aus Sicht der Verwaltung gebe es genügend Alternativen in der näheren Umgebung.

Wie berichtet, haben sich vor allem an dem Aufzug die Geister geschieden. Im Sinne einer barriefreien Umgestaltung sollte er Rollstuhlfahrern nicht nur den Weg zum WC, sondern auch auf die Rathausterrasse erleichtern. Doch insbesondere der SPD erschien ein gläserner Turm auf historischem Pfalzgelände von Anfang an unpassend. Fraglich auch, wie ein öffentlicher Aufzug vor Vandalismus geschützt werden kann.

Nun also soll das Vorhaben verworfen werden. Details will Planungsdezernentin Gisela Nacken am Donnerstag im Fachausschuss vorstellen. Laut OB Philipp werde die neue große Freitreppe an der Rathausrückseite behindertengerecht gestaltet.

Die Umbauten am Katschhof sind Teil des groß angelegten Programms „Weltkulturerbe Dom und Pfalzbezirk”. Erarbeitet hat die Pläne der Düsseldorfer Architekt Günter Baum. Die Kosten von rund 1,7 Millionen Euro werden aus dem Konjunkturpaket I bezahlt. Die Umgestaltung muss im Eiltempo erfolgen, weil die Karlspreisverleihung (2. Juni) und der Weihnachtsmarkt (ab Mitte November) den zeitlichen Rahmen abstecken.

Der OB verspürt daher bereits „leichte Bauchschmerzen”, weil man an geschichtsträchtigem Ort auch an die Kanäle ran müsse. Vor archäologischen Funden und damit verbundenen Verzögerungen kann somit niemand sicher sein.
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