Aachen - Gewaltsamer Tod gibt weiter Rätsel auf

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Gewaltsamer Tod gibt weiter Rätsel auf

Von: hau
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An der Fundstelle unweit der Monschauer Straße wurden inzwischen Blumen und Kerzen zum Gedenken niedergelegt. Foto: Ralf Roeger
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Angehörige haben an der Fundstelle Blumen niedergelegt. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Rohr, aus dem das Rinnsal unterhalb der Monschauer Straße verläuft. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Fahnder gehen jetzt doch davon aus, dass der Siefer Landwirt Michael Hubert Bonnie einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist. Staatsanwalt Peter Jansen: „Es gibt Spuren an der Leiche, die darauf hindeuten, dass es eine Gewalteinwirkung von außen gegeben hat.“ Welcher Art diese Spuren genau sind, dazu will sich Jansen aus ermittlungstaktischen Grünen freilich nicht weiter äußern.

Der damals 42 Jahre alte Landwirt Michael Hubert Bonnie war am 3. März 2012 von der Bildfläche verschwunden Gegen 4 Uhr nachts war er nach Hauses in Sief zurückgekehrt, den Abend hatte er bei einem Freund verbracht. Dieser Freund war ihm noch hinterhergefahren, weil er feststellte, dass Bonnie seinen Hausschlüssel vergessen hatte. Der Freund fand jedoch nur noch den Wagen des 42-Jährigen vor dem Elternhaus, der Schlüssel steckte. Der Freund klingelte noch, doch niemand öffnete.

Seitdem ist Michael Hubert Bonnie wie vom Erdboden verschluckt und gibt der mysteriöse Fall Rätsel auf, die auch nicht gelöst wurden, als ein Landwirt in einem kleinen Wasserlauf am 7. Januar skelettierte sterbliche Überreste des 42-Jährigen entdeckte – nicht weit entfernt vom Hof Bonnie. Sie lagen unweit eines Kanals, der in den Hof führt, so das „nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Leiche in den Kanal verbracht worden ist“ (Jansen).

Fundort und Tatort sind nicht identisch, bekräftigte die Anklagebehörde am Montag noch einmal. Der Fundort ist von der Monschauer Straße gut einsehbar, der leblose Körper hätte dort bei der großen Suchaktion nach dem Verschwinden entdeckt werden müssen. Allerdings wurden dabei auch Leichenspürhunde eingesetzt, sie hätten eigentlich anschlagen müssen, wenn die Leiche in dem Kanal gesteckt hätte. Und schon gar keine Antwort gibt es auf die Frage nach einem Motiv. Jansen: „Man steht da derzeit vor einem Rätsel.“

Staatsanwaltschaft und Polizei bitten deshalb noch einmal, verdächtige Beobachtungen in diesem Zusammenhang mitzuteilen. Hinweise, die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden, sind an das Polizeipräsidium zu richten (0241/9577-31101 oder 9577-34211).

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