Aachen - Gewächshausklima bereitet der archäologischen Vitrine Probleme

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Gewächshausklima bereitet der archäologischen Vitrine Probleme

Von: Gerald Eimer
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Viel frisches Grün zwischen alten Bodenfunden: Gegen den Moosbewuchs wird nun nach Lösungen gesucht. Eindringendes Regenwasser soll schon bald abgeleitet werden. Foto: Heike Lachmann

Aachen. In der Römerzeit stehen schon die Pfützen, und das Moos wächst hoch bis in die Frühe Neuzeit – an der vor drei Monaten eröffneten Archäologischen Vitrine im Elisengarten muss augenscheinlich nachgebessert werden. Bei starken Regenfällen plätschert ungehindert Wasser in Aachens Vorzeige-Ausgrabungsstelle, die den Blick auf fünf Jahrtausende Stadtgeschichte freigibt.

Ursache dafür seien keine Planungsfehler, wie das städtische Gebäudemanagement auf Anfrage mitteilen lässt, sondern eine fehlerhafte Bauausführung. „Es handelt sich um einen Mangel, der im Laufe der kommenden Woche beseitigt werden soll“, sagt Axel Costard vom Presseamt. Kosten für die Stadt würden dabei nicht entstehen, versichert er.

Das Feuchtigkeitsproblem wird durch einen fehlerhaft angelegten Asphaltstreifen verursacht. „Er wurde zu hoch eingebaut“, sagt Costard. Und da an der Zugangsseite zudem noch ein zweiprozentiges Gefälle in Richtung Vitrine besteht, kann das Wasser bei Regen unterhalb der Glasaufhängung weitgehend ungehindert in den 850 000 Euro teuren Pavillon hineinströmen.

Neuer Metallwinkel

Nach den starken Regengüssen am Mittwoch waren die Folgen gut zu sehen: Das Wasser sammelt sich in tiefen Pfützen. Und in dem feuchten Gewächshausklima gedeiht auch frisches Grün ganz prächtig. Was das Auge der vielen Besucher vielleicht erfreut, ärgert jedoch die Archäologen. „Es ist nicht so, wie es sein soll“, sagt Costard über den Zustand der Vitrine. Und daher muss nun die Baufirma noch mal ran. Da man jedoch nicht wieder die komplette Asphaltdecke abtragen will, erhofft man sich Abhilfe von einem Metallwinkel, der am oberen Ende der Vitrine angebracht wird und der dem Wasser einen anderen Weg weisen soll.

Zudem soll laut Costard ein Gartenbauunternehmen eingeschaltet werden. Es soll nach Lösungen suchen, wie die in der Vitrine ausgestellten Fundstücke besser gegen den Moosbewuchs geschützt werden können.

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