Aachen - Gesucht: Ein Haus fürs „Ausbildungshaus”

Gesucht: Ein Haus fürs „Ausbildungshaus”

Von: Margot Gasper
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Hilfe für vier junge Mütter und ihre Kinder: „In Via”-Vorsitzende Beate Haupt (rechts) und Geschäftsführerin Gabriele Jülich berichten über die Pläne für ein „Ausbildungshaus” in Aachen. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Gesucht wird ein Haus mit Platz für drei kleine Wohnungen. Ideal wäre außerdem ein Gemeinschaftsraum zur Kinderbetreuung und ein Raum zum Lernen. Der katholische Frauenverband „In Via” möchte in Aachen ein „Ausbildungshaus” einrichten. Vier junge Frauen und ihre Kinder sollen hier leben. Das „Ausbildungshaus” soll den Müttern eine Berufsausbildung ermöglichen.

„Für Alleinerziehende ist die Kinderbetreuung ein Riesenproblem”, weiß „In Via”-Vorsitzende Beate Haupt. „In Via” wird die Frauen sozialpädagogisch betreuen und begleiten und auch die Kinderbetreuung sicherstellen. Und vier junge Frauen hätten damit die Chance, eine Ausbildung in der Altenpflege zu machen, hätten gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt und könnten für sich und ihr Kind sorgen.

Personal für den Pflegesektor

Das „Ausbildungshaus” ist die jüngste Initiative von „In Via”. Ergeben hat sie sich im Rahmen des Projekts „CariVia”, das der Verein und der regionale Caritas-Verband vor knapp einem Jahr ins Leben gerufen haben: „CariVia” bildet benachteiligte junge Erwachsene als Personal für den Gesundheits- und Pflegesektor aus. Aachen ist einer von sechs „CariVia”-Standorten bundesweit.

Finanziert wird die niederschwellig angelegte und praxisorientierte Basisqualifizierung durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und das Bundesarbeitsministerium, unterstützt wird sie von der örtliche Arge. An dem Projekt, das im Februar 2011 ausläuft, nehmen derzeit in Aachen 20 junge Menschen teil. „CariVia” soll sie nicht nur qualifizieren, sondern ihnen auch die Perspektive einer Weiterbeschäftigung ermöglichen.

Die vier jungen Mütter, die ins geplante „Ausbildungshaus” einziehen sollen, absolvierten derzeit das „CariVia”-Projekt. Und sie haben sehr gute Chancen, ab Dezember eine Ausbildung in einem Altenheim zu beginnen - aber nur, wenn die Kinderbetreuung sichergestellt werden kann. „Die Ausbildung ermöglicht den jungen Müttern eine berufliche Perspektive. Und in der Altenpflege werden qualifizierte Kräfte dringend gebraucht”, sagt In Via-Geschäftsführerin Gabriele Jülich. Sie hofft sehr, bald ein geeignetes Objekt für das „Ausbildungshaus” zu finden.

„In Via” ist ein international organisierter katholischer Frauenverband, der sich für gerechte Lebensbedingungen vor allem für Frauen und Mädchen einsetzt. In Aachen gibt es „In Via” bereits sei 109 Jahren. „Die Bahnhofsmission ist hier unsere Ursprung”, erläutert Beate Haupt. Schwerpunktmäßig kümmert sich der Verein in Aachen um junge Menschen ohne Arbeit. „In Via” ist aber auch Familienbildungseinrichtung, betreibt Schulsozialarbeit, hilft bei der Berufsfindung und ist an etlichen Aachener Grundschulen Partner in der offenen Ganztagsschule.

Im Stadtteil Preuswald engagiert sich „In Via” mit dem Bürgercafé „C´est la Via”. Die Deutsche Annington, der im Preuswald ein Großteil der Mietwohnungen gehört, unterstützt das Projekt mit Räumen, die mietfrei zur Verfügung gestellt werden, und einer Starthilfe für die Einrichtung.

Ein Laden fürs Viertel

Als nächstes soll im Preuswald nun ein gemeinnütziger Laden in Trägerschaft von „In Via” eröffnet werden, der gleichermaßen Nahversorgungszentrum und Begegnungsstätte ist. Die Eröffnung ist für Oktober geplant.

„In Via” bedeutet so viel wie „auf dem Weg”. Auf dem Weg, so verstehen die Aachener Vorsitzende Beate Haupt und Geschäftsführerin Gabriele Jülich ihre Arbeit. „Es gibt immer wieder neue Projekte”, sagt Jülich. Sie ist zuversichtlich, dass auch das ehrgeizige Vorhaben „Ausbildungshaus” umgesetzt werden kann.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei Gabriele Jülich in der „In Via”-Geschäftsstelle, Josefsplatz 1-3, unter >0241/60908-12 oder an juelich@invia-aachen.de per E-Mail.
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