Geschäftsleute sehen die Kunden in Gefahr

Von: Nina Krüsmann
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Hier kanns brenzlig werden: Seitdem an der Ursulinerstraße gebaut wird, müssen Autos über den Holzgraben (Bild) fahren. Der quert die belebte Einkaufsstraße Dahmengraben. Ansässige Geschäftsleute sehen Gefahren für ihre Kunden. Fotos (2): Andreas Herrmann Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die einstmals ruhige Fußgängerzone von Holz- und Dahmengraben gleicht derzeit eher einer Rennstrecke. Seitdem Ende Mai die Bauarbeiten an der Ursulinerstraße und am Büchel begonnen haben, wird der Verkehr über den Holzgraben umgeleitet.

„Nun müssen die Fußgänger auf die Autos Rücksicht nehmen, eine verkehrte Welt in der Fußgängerzone”, moniert Till Schüler, Sprecher der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Holz- und Dahmengraben.

Für die Geschäftswelt bedeuten die Autos und Baufahrzeuge vor den Eingangsbereichen einige Behinderungen. Einkaufsspaß sieht anders aus, besonders angesichts des Verkehrslärms. „Der Bodenbelag aus Granit leidet, platzt auf und bekommt Fahrrillen, das muss nach dem Ende der Umleitung alles wieder bereinigt werden”, sagt Schüler.

Doch ein Ende ist nicht klar abzusehen, archäologische Untersuchungen könnten den geplanten Termin einer Fertigstellung Ende Oktober/Anfang November verschieben. Darüber hinaus birgt die Verkehrssituation auch Gefahren: „Es kommt zu brenzligen Situationen zwischen Autofahrern und Fußgängern, da hätte es mehrfach beinahe gekracht”, sagt Matthias Kunze, Betreiber des Tommy-Hilfiger-Stores.

Er hat in seinem Laden jetzt ein Warnschild aufgestellt, damit kein Kunde unbedacht aus der Tür tritt und vor ein Auto gerät. „An die Schrittgeschwindigkeit hält sich hier nämlich so gut wie keiner”, betont Schüler, der sich im Namen aller Beteiligten Polizeikontrollen vor Ort wünscht. „Die Autofahrer sollen Rücksicht auf die Fußgänger nehmen und nicht umgekehrt.”

Graffiti und Kaugummis

Aber auch die Verunreinigungen und Schmierereien in der vor rund zwei Jahren von der Stadt neu möblierten Einkaufsmeile geben Anlass für Frust: „Wir haben uns gemeinsam bemüht, eine schöne Einkaufsstraße zu schaffen. Es gibt deutlich weniger Leerstände, Sitzbänke und Abfallbehälter wurden neu aufgestellt”, erklärt Schüler. Jedoch würden die Sitzbänke immer wieder mit Graffiti beschmiert und die Mülleimer aus Edelstahl mit Aufklebern und Kaugummis verschandelt. Auch viele Häuserfassaden sind von Schmierereien betroffen. Sämtlichen klebenden Unrat wie Kaugummis und Aufkleber lässt die ISG jetzt von einer Reinigungsfirma entfernen, die Sitzbänke werden von den unerwünschten Malereien befreit.

„Wir hoffen, bald auch den Boden von den Verunreinigungen und besonders den unzähligen Kaugummis befreien zu können”, sagt Schüler. Um in der engen Fußgängerzone für angenehme Lichtverhältnisse zu sorgen, habe man sich damals für einen hellen Belag entschieden, der naturgemäß schnell verschmutzt aussieht.

Was das Kopfsteinpflaster insbesondere vor den Geschäfts- und Hauseingängen angeht, besteht der Wunsch, die Fugentiefe mit einer Betonverfüllung auszugleichen. Insbesondere der Damenwelt mit ihren Pfennigabsätzen soll so Rechnung getragen werden. „Eine Granulatverfüllung hat sich nicht als langlebig erwiesen, da sie sich mit der Zeit durch die Straßenreinigung auswäscht”, erklärt Schüler. Die Haus- und Geschäftsinhaber wollen durch die Finanzierung der Aktion den Aufenthalt für ihre Kunden angenehmer gestalten.
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