Aachen - Genossen blasen zum Kampf: Klasse Wir-Gefühl fürs Wahljahr

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Genossen blasen zum Kampf: Klasse Wir-Gefühl fürs Wahljahr

Von: Wolfgang Schumacher
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Prima Fisch im Jakobshof befanden Uwe Zink (v.l.), Ministerin Ulla Schmidt, Martin Peters, Karl Schultheis und Theo Niewerth. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die bessere Mannschaft, das qualifiziertere Personal: Mit einem bestens ausgebildeten Selbstbewusstsein präsentierten sich die Sozialdemokraten der Region im Aachener Jakobshof.

Gut 200 Genossen kamen am politischen Aschermittwoch zum Heringsessen zusammen, dabei mit Uwe Zink und Martin Peters die führenden Vertreter der Kreis-SPD - sie wurden herzlich begrüßt und auf das neue Wir-Gefühl eingeschworen.

Den Aschermittwoch als Plattform für kantige politische Rundumschläge ließ sich Ministerin Ulla Schmidt nicht entgehen. Die stellvertretende Parteivorsitzende der Aachener SPD eröffnete gut gelaunt und munter die Rednerliste mit Nackenschlägen für das Personal des politischen Gegners im Superwahljahr 2009.

„Der Wirtschaftsminister im Bund ist einfach so abhanden gekommen, der NRW-Verkehrsminister blieb an einer Radarfalle hängen und dem Innenminister unseres Landes hat das Verfassungsgericht gleich vier Mal bestätigt, dass er falsch liegt.” So gehe das nun wirklich nicht weiter, schimpfte die langgediente Bundesministerin, die im September wieder das Bundestags-Direktmandat in Aachen anstrebt.

Ab da wolle sie „eine Berliner-Fahrgemeinschaft” mit dem Parteifreund aus dem Kreis Aachen eingehen, leitete sie zum jungen Polittalent Martin Peters über. Der SPD-Kreisvorsitzende zeigte mit einer engagierten Rede den Genossen, dass sie trotz oder gerade wegen der nicht sehr hoffnungsfrohen Umfragezahlen die alten Kampftugenden wieder aktivieren sollten: „Im Wahljahr 2005 lagen wir damals auch nur bei 26 Prozent. Und dann landeten wir gleichauf mit der CDU. Das wollen wir jetzt besser machen”, rief er zum kolossalen Spurt bei den anstehenden Wahlkämpfen auf.

„40 Prozent der Wähler entscheiden sich erst in den letzten 72 Stunden!”, machte er Mut und bekam anhaltenden Beifall. Da sei aber zunächst die Europawahl mit Martin Schulz an der Reihe, der ein respektables Ergebnis für die Genossen einfahren werde, war sich Peters sicher.

Die Kommunalpolitiker unter den Genossen, Uwe Zink als Spitzenkandidat für die Städteregion und Karl Schultheis als Oberbürgermeisterkandidat in der Stadt, erzürnte der neue Wahltermin am 30. August sehr, Schultheis: „Alleine Aachen kostet der neue Wahltermin 250000 Euro. Damit könnten wir viel Gutes in der Stadt tun!”, klagte der SPD-Vorsitzende.

Das Zukunfts-Potenzial Bildung für jedes Kind und weiter kostenfreie Betreuung im ersten Kindergartenjahr müsse auch künftig gewährleistet, der ÖPNV in der Stadt solle wie die gesamte Infrastruktur gestärkt werden: „Der Wissenschafts-Campus wird viel für die Stadt bringen. Doch auch da müssen wir noch dicke Bretter bohren”, blickte Schultheis auf seine neuen Aufgaben, schließlich wurde der OB-Kandidat von der Ministerin anfänglich bereits als „unser Oberbürgermeister” begrüßt.

Schmidt war im übrigen sicher, dass die „Sozialdemokratie gerade jetzt gebraucht wird”. Dank der besseren Kompetenzen werde man es schaffen, „Deutschland und seine Menschen stärker als vorher” wieder aus der Krise heraus zu bringen. Aachen sei momentan „gut aufgestellt”, bewertete Schmidt die Lage der Stadt.
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