Aachen - Gemeinschaftsschule an den Kronenberg?

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Gemeinschaftsschule an den Kronenberg?

Von: mg/cz
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Aachen. Gibt es doch noch eine Perspektive für die Schule am Kronenberg? Der Vorstand der Aachener SPD hat sich einstimmig für den Kronenberg „als Standort für eine erste Gemeinschaftsschule in unserer Stadt” ausgesprochen. Das teilt SPD-Vorsitzender und Ratsherr Karl Schultheis mit.

Damit, so Schultheis, solle klargestellt werden, dass die Entscheidung für eine vierte Gesamtschule am Standort Sandkaulstraße „keine grundsätzliche Entscheidung gegen den Schulstandort Kronenberg” sei: „Vielmehr weisen beide Standorte große Stärken auf, und der Kronenberg bleibt ein sinnvoller und wichtiger Standort für eine weiterführende Schule im Aachener Westen.”

Gleichwohl betont die SPD: „Für uns gelten die Beschlüsse des gemeinsamen Ratsantrags von CDU, SPD und Grünen weiterhin. Wir stehen zu dem Standort Sandkaulstraße für die vierte Gesamtschule.”

Die drohende Schließung der Hauptschule am Kronenberg wird durch den SPD-Beschluss nicht abgewendet. „Auch bei der Schließung der drei Hauptschulen sind wir an die gesetzlichen Rahmenbedingungen gebunden”, erklärt der schulpolitische Sprecher Mathias Dopatka. Keine der drei Schulen erreiche die notwendige Zahl von 36 Anmeldungen. „Dennoch wollen wir den Schulstandort Kronenberg erhalten”, so Dopatka. „Wir gehen davon aus, dass auch im nächsten Jahr ein großer Nachfrageüberhang an Gesamtschul- bzw. Gemeinschaftsschulplätzen vorhanden sein wird. In diesem Fall sehen wir den Standort Kronenberg als ideal für die erste Gemeinschaftsschule.”

Aus Sicht der SPD sollte das Anmeldeverfahren für das Schuljahr 2011/12 auf jeden Fall abgewartet werden, bevor das Gelände am Kronenberg in irgendeiner Weise verplant wird. Eine Gemeinschaftsschule, so sie denn käme, würde frühestens zum Schuljahr 2012/13 starten. „Die Sekundarschule am Kronenberg könnte in dieser Gemeinschaftsschule aufgehen”, überlegt Mathias Dopatka. Der SPD-Schulexperte könnte sich - bei entsprechender Nachfrage - am Kronenberg auch eine Jenaplan-Schule vorstellen.

Auch im Bürgerforum fiel beim Tagesordnungspunkt jüngst das Stichwort „Gemeinschaftsschule”. Schulrat i.R. Willi Eschweiler warf es in die Debatte. „Positive Signale” gebe es aus der Bezirksregierung. In diesen Tagen ist im Münsterland der NRW-Modellversuch „Gemeinschaftsschule” angelaufen.

Offener Elternbrief

Die Eltern der Reformpädagogischen Sekundarschule am Dreiländereck haben sich jetzt noch einmal in einem offenen Brief an die Ratsmitglieder und den OB gewandt. Sie protestieren gegen das „kurzfristige und für uns nicht nachvollziehbare” Votum des Schulausschusses für die Sandkaulstraße als Gesamtschulstandort: „Wir Eltern fühlen uns betrogen.” Man möge der Schule mindestens noch drei Jahre Zeit gegen, sich mit ihrem reformpädagogischen Konzept zu bewähren.

Für Samstag, 27. November, 10 bis 14 Uhr lädt die Schule am Kronenberg Eltern und alle Interessierten zum Tag der offenen Tür ein.
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