Gemeinsam gegen den Krebs

Von: Katharina Gerstheimer
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Zahlreiche Ehrenamtler unterstützen die Krebsberatungsstelle. Vorsitzende Helga Ebel (6.v.r.) dankte ihnen herzlich. Foto: Rolf Hohl

Aachen. „Unsere Arbeit steht und fällt mit den Ehrenamtlichen.“ Das sagte Helga Ebel, Vorsitzende der Krebsberatungsstelle und Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen im Gesundheitsweisen (KBS), aus voller Überzeugung. Zum internationalen Tag des Ehrenamts am Freitag lud sie alle ehrenamtlichen Mitarbeiter ihres Vereins zu einer Feierstunde ein.

Neben Dankbarkeit und Gemeinschaftsgefühl stand allerdings auch die Sorge um die Zukunft vieler Krebsberatungsstellen in NRW im Mittelpunkt.

Der 5. Dezember ist seit 1986 der internationale Tag des Ehrenamts. Der Verein nutzt den offiziellen Anlass, um seinen ehrenamtlichen Helfern zu danken. Ob Buchführung oder psychosoziale Begleitung, jede Aufgabe ist wichtig für die erfolgreiche Arbeit der Krebsberatung. Überall dort, wo staatliche Leistungen nicht ausreichen, sorgen ehrenamtliche Dienste dafür, dass materielle und seelische Unterstützung gewährleistet ist.

„Vertrauen und Vernetzung sind die zentralen Pfeiler des Wirkens der KBS“, betonte Gregor Jansen, Derzenent der Städteregion, in seiner Begrüßungsrede. Vertrauen bauen die 15 Ehrenamtler der KBS durch ihre fürsorgliche Beratung und Begleitung von Krebspatienten auf. Vernetzung bieten sie über verschiedene Selbsthilfegruppen, die in der Region Betroffene langfristig betreuen.

Die Krebsberatungsstelle sieht sich vor allem dann in der Verantwortung, wenn Menschen mit der psychischen Belastung durch ihre Erkrankung überfordert sind. Die stellvertretende Vorsitzende Dr. Angela Spelsberg sieht den Verein als Anlaufstelle und Stabilisator für Patienten und ihr Umfeld.

Doch genau diese persönliche Form der psychosozialen Betreuung wird nach Angaben der KBS in Nordrhein Westphalen immer seltener. Vielerorts kämpfen Krebsberatungen um ihre Existenz. Fördermittel würden gestrichen, und kleinere Vereine durch anonyme Beratungsdienste ersetzt. Die KBS fürchtet, dass die Betroffenen dadurch zunehmend allein gelassen und isoliert werden. Daher möchte sich der Verein in den kommenden Jahren verstärkt gegen diese Veränderungen in der Krebsberatung einsetzen.

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