Geldsegen für mehr als 130 Studierende: „proRWTH“ vergibt Stipendien

Von: Nick Josten
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Den akademischen Nachwuchs im Blick: Im gediegenen Ambiente des Krönungssaals wurden die Stipendien an die Studierenden der RWTH vergeben. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Im Krönungssaal des Rathauses finden sich Hunderte junge Studentinnen und Studenten ein, um zusammen mit ihren Förderern die diesjährigen Stipendien entgegenzunehmen. In seiner Begrüßungsrede spricht Gunther Voswinckel, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Aachener Hochschule, „proRWTH“, von seinem Stolz auf die akademischen Leistungen, die die RWTH hervorbringt.

Oberbürgermeister Marcel Philipp lobt mit hohen Worten die Stadt und ihre Universität. Für ihn repräsentieren die RWTH und ihre Forschungen das jugendliche Flair der geschichtsträchtigen Stadt.

Diese Forschung trägt bisher große Früchte: Die RWTH steht deutschlandweit an der Spitze für Stipendienvergaben und kann in diesem Jahr über 600 Stipendien aushändigen. Diese werden in einem Auswahlverfahren vergeben, für das sich über 2500 Studierende beworben haben. Die Dekane der jeweiligen Fakultäten wählen dann die Leistungsstärksten aus, um diese mit Geld, wissenschaftlichen Hilfsmitteln und Ratgebern zu unterstützen.

„Ihnen gehört die Zukunft“, sagt Hochschulrektor Ernst Schmachtenberg, der auf der Bühne eine Gesprächsrunde mit Förderern und ehemaligen Stipendiatinnen moderiert. Unter diesen ist auch Archana Kumari aus Indien, die nach Deutschland kam, um in Aachen Luft- und Raumfahrttechnik zu studieren, und ihr ehemaliger Förderer Gerd Urban von IBM.

Karin Heller, die ein Stipendium von der Firma Trumpf für Werkzeugmaschinen erhalten hatte, kann die finanzielle Unterstützung und die Nähe zum Berufsleben nur empfehlen. Förderer Sohrab Salimi, Alumnus der RWTH Aachen, agiert privat und hat sich zum Ziel gesetzt, den besten Studenten beziehungsweise die beste Studentin mit Migrationshintergrund im Fachbereich Medizin zu fördern.

Danach betreten Stipendiensprecher des Bildungsfonds die Bühne, um auf gemeinsame Plattformen für die Stipendiaten als Gemeinschaft unter dem Motto „come together“ und auf Aktivitäten wie den Lousberglauf oder den RWTH Sportsday hinzuweisen. Eine Filmvorführung zeigt im Anschluss die verschiedenen Fachgebiete, in denen die Stipendiaten an der Lösung globaler Probleme mitwirken können.

Mit Förderern vernetzt

Im Anschluss folgt dann der Kern der Veranstaltung: Ernst Schmachtenberg übergibt den über 130 anwesenden Förderern feierlich die Stipendien, die wiederum an die geförderten Studentinnen und Studenten aus verschiedensten Fachrichtungen weitergereicht werden.

Auf der Feier werden die Stipendiaten nicht nur geehrt, sondern sie erhalten auch die Chance, sich mit Förderern und Firmen zu vernetzen. Im Krönungssaal des historischen Rathauses werden an diesem Abend viele Kontakte geknüpft und eventuell so mancher Weg in die berufliche Zukunft geebnet.

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