Gegen neue Bustrasse am Willy-Brandt-Platz gibt es kaum Einwände

Von: mas
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Aachen. Zwölf Busfahrten pro Richtung soll es künftig stündlich über den Willy-Brandt-Platz geben. Dafür soll die Fahrbahn erneuert und markiert werden. Die Interessen der Fußgänger und Radfahrer sollen dabei berücksichtigt werden.

Wie diese Pläne im einzelnen aussehen, erläuterte Uwe Müller, Verkehrsplaner der Stadt, jetzt bei einer Bürgerinformation im Martin-Luther-Haus. Doch mehr als die Pläne rund um das neue Einkaufszentrum Aquis Plaza und die Buslinien interessierte die Besucher die neue Verkehrsführung in den anliegenden Straßen.

„Was ich hier höre, übertrifft meine allerschlimmsten Befürchtungen“, sagte ein Bürger mit Blick auf die Martin-Luther-Straße. Die nämlich soll zur Sackgasse werden und wird dann vom Kaiserplatz aus nicht mehr zu befahren sein. Die Pläne der Stadt sollen laut Müller dazu beitragen, dass die Straßen im Suermondt-Viertel nicht mehr so stark frequentiert werden.

Radeln in Abgasen?

„Wie kommen wir in Zukunft ins Viertel rein und wie wieder raus?“ wollte der Anwohner wissen und wünschte sich detaillierte Pläne. Der geplante Busverkehr am Willy-Brandt-Platz schien dagegen kaum jemanden zu stören. Nur eine Radfahrerin meldete sich zu Wort und fürchtete, dass sie am Kaiserplatz in Zukunft in den Abgasen des „Long Wajong“ radeln muss.

Die geplante Trasse am Willy-Brandt-Platz ist Teil eines neuen Busnetzes im Rahmen der Untersuchung „Busnetz 2015+“. Die Trasse Willy-Brandt-Platz, Stift­straße, Kaiserplatz soll für eine bessere Verknüpfung am Bushof und zum Einkaufsbereich Adalbert­straße sorgen.

Da die Infrastruktur mit Fertigstellung des Einkaufszentrums Aquis Plaza sowieso angepasst werden muss, sollen die Arbeiten für die neue Bustrasse gleich miterledigt werden. Der Willy-Brandt-Platz sei ohnehin erneuerungsbedürftig, meinte Müller und präsentierte den Besuchern ein Bild, wie es dort künftig aussehen könnte: statt Kopfsteinpflaster eine asphaltierte Straße mit weißen Markierungen. Laut Müller gibt es inzwischen eine Reihe von Großstädten, die Busverkehr in ihren Fußgängerzonen zulassen.

Die Linien 4, 23, 43, 73, 125 und 173 sollen künftig über diese neue Trasse fahren. Die Haltestelle am Willy-Brandt-Platz bleibt zunächst bestehen und wird auf 20 Meter verlängert, damit sie auch von den Gelenkbussen angefahren werden kann. Später soll sie entfallen. Dann gibt es möglicherweise im Zuge eines Bushof-Umbaus eine Haltestelle in der Blondelstraße. Ganz ausgereift sind die Pläne offensichtlich noch nicht.

Doch eins steht laut Müller fest: Sie sollen dazu beitragen, mehr Personen zu befördern, ohne das Verkehrsaufkommen zu erhöhen. Betroffen von den Plänen ist auch der Baumbestand. „Sie können sicher sein, dass wir im Zuge der Konkretisierung der Pläne jeden Baum ganz genau betrachten“, sagte Regina Poth, Leiterin der Straßenbauabteilung der Stadt. Der eine oder andere wird der Trasse aber unausweichlich zum Opfer fallen. Die neue Trasse wird rund 700.000 Euro kosten und soll 2016 gebaut werden. 130.000 Euro werden für eine neue Haltestelle am Kaiserplatz veranschlagt.

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