Aachen - Gauck eröffnet Karlsausstellungen

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Gauck eröffnet Karlsausstellungen

Von: Bernd Büttgens
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Am Donnerstagnachmittag hat Bundespräsident Joachim Gauck die Ausstellungstrias „Karl der Große. Macht Kunst Schätze“ eröffnet. Foto: Michael Jaspers
Karlsausstellung Gauck
Zum Auftakt seines Besuches wurde Gauck durch ausgewählte Bereiche der Hauptschau im Rathaus geführt. Foto: Bernd Büttgens

Aachen. Die Feierlichkeiten können beginnen! Am Donnerstagnachmittag hat Bundespräsident Joachim Gauck unter dem langanhaltenden Applaus der 900 geladenen Gäste auf dem Aachener Katschhof die Ausstellungstrias „Karl der Große. Macht Kunst Schätze“ eröffnet. Nun sind die Schauen bis zum 21. September für das Publikum geöffnet.

Dem Urteil der Experten und der Premierengäste folgend dürfen sich die Besucher auf spektakuläre Einblicke in das Leben und Wirken Karls des Großen freuen.

Das Wetter war nicht kaiserlich, aber es war trocken, es war angenehm, die große Bühne, die das Domkapitel auf den Katschhof für die Heiligtumsfahrt auf den Katschhof gestellt hat, schaffte einen perfekten Ort für die Eröffnungsfeier.  Umrahmt von Reden des Aachener Oberbürgermeisters Marcel Philipp („dieses Karlsjahr ist für uns in Aachen ein Geschenk“), der NRW-Kulturministerin Ute Schäfer sowie vom Festvortrag Rudolf Schieffers, dem langjährigen Präsidenten der „Monumenta Germaniae Historica“, ging der Bundespräsident mit sichtlicher Freude ans Rednerpult. „Karl ist uns zutiefst fremd“, sagte der Bundespräsident, „so viel wir auch über ihn lesen und erfahren mögen.“ Doch die Ausstellungen von Aachen werden nach Gaucks Auffassung dazu beitragen, das Leben des Frankenkönigs ein Stückchen transparenter zu machen.  

„Die Entwicklung der Schrift“ habe es dem Präsidenten wohl besonders angetan, ließ Frank Pohle, der als Kurator Gauck und dessen Frau Daniela Schadt durch die Ausstellung begleitete, besonders angetan. Der Staatsoberhaupt kam zu dem Urteil, dass ein Besuch nur wärmstens empfohlen werden kann. So warm, wie das Wasser wohl war, das Karl vor über 1200 Jahren an Aachen band. 

Ihn begeistere die Präsentation mit ihren historischen Exponaten und der multimedialen Vermittlung, ließ der Bundespräsident seine Zuhörer auf dem Platz und die ungezählten Zaungäste am Rande wissen. Zwei Sätze Gaucks ernteten auf dem Katschhof besonderen Applaus: „Kultur und Bildung muss man auch haben wollen.“ Und sein Appell zur intensiven Auseinandersetzung mit den Themen, die bewegen: „Zur wirklichen Kultur wird nur, was tatsächlich zum inneren Besitz geworden ist.“

Zum Auftakt seines Besuches war Joachim Gauck von OB Philipp, von den Kuratoren der drei Ausstellungen, Frank Pohle, Sarvenaz Ayooghi, Peter van den Brink und Georg Minkenberg, durch ausgewählte Bereiche der Hauptschau im Rathaus geführt worden. Vom Bundespräsidenten, der sich als profunder Kenner Karls zeigte, gab es viel Lob. 

Zur Ausstellungstrias gehören „Orte der Macht“ , „Karls Kunst“ und „Verlorene Schätze“. „Orte der Macht“ wird präsentiert im Krönungssaal des historischen Aachener Rathauses, das auf den Fundamenten der  einstigen Königshalle Karls des Großen steht. „Verlorene Schätze“ ist in der Schatzkammer des Aachener Domes zu bewundern, „Karls Kunst“ zeigt im neuen und ausgesprochen sehenswerten Centre Charlemagne am Katschhof Glanzstücke aus karolingischer Zeit. 

Ab Freitag sind die Ausstellungen für das Publikum geöffnet.

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