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„Gastarbeiten”: Kunstwerke über Heimat und Fremde in der Nadelfabrik

Von: Nina Krüsmann
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35 Künstler, 35 Positionen: Unter dem Titel „Gastarbeiten” eröffnet am Sonntag eine Kunstausstellung in der Foto: Ralf Roeger

Aachen. In der Nadelfabrik am Reichsweg öffnet am Wochenende die Jahresausstellung „Gastarbeiten” des Kulturwerks Aachen mit einer großen Vernissage. Die Bestimmung der sanierten Fabrik als Haus der Identität und Integration gab das Thema der Ausstellung vor.

So haben die Vorsitzende des Kulturwerks, Annely Kall, sowie Lucia Garrido und Professor Dr. Wolfgang Becker als Jury 35 Künstler aus der Region ausgesucht, die das Thema berühren oder gar Subjekte des Themas sind. Die teilnehmenden Künstler stammen aus 17 verschiedenen Nationen - von Argentinien bis Togo.

„In der Ausstellung erweist sich die Aachener Region als internationaler Schmelztiegel”, freut sich Kall. Nicht nur die Kunsthochschulen in Köln, Düsseldorf und Maastricht würden außereuropäische Künstler anziehen, etliche der Beteiligten hätten in der Region Familien gegründet oder seien in heimische Familien eingetreten. „Wir hatten viele Bewerbungen und haben lange recherchiert”, sagt Kall.

Die Auswahl, die sie und ihre kollegen letztendlich getroffen haben, kann sich sehen lassen: Bekannte und berühmte Künstler wie Burgi Kühnemann und Hermann Josef Mispelbaum, aber auch neue Namen sind dabei. Viele von ihnen verraten Ferne wie der der Inderin Chandra Bhattacharjee und des Iraners Masoud Khamoshkoo. Der Iraner Rezy Lahji präsentiert sein Bild „Der Schrei”, die in Düsseldorf lebende Inderin Roshni Grunenberg hat unter anderem ein Gehirn gemalt. Viele der Kreativen leben in Aachen und Umgebung. Aus der Kaiserstadt selbst kommen Vera Sous und Achim Willems, die gerne ihre Arbeiten beisteuern.

Heimat und Gastsein

Es zeigt sich, wie vielseitig die Künstlerinnen und Künstler den Begriff Heimat und Gastsein interpretieren. Die Koreanerin Jin-Sook Chun etwa zeigt eine Mutter mit ihrem Kind, der Franzose Damien Valer hat eine Videoinstallation zur Pariser Fashion Week erstellt. Auch einige Skulpturen von Heike Geier sind dabei, die Begriffe wie „Trauer”, „Aufmerksamkeit”, „Enttäuschung” und „Anerkennung” in Szene setzen.

Die Vernissage findet am Sonntag, 11. März, um 15 Uhr statt und bietet den Besuchern einige Überraschungen. Beinahe alle der teilnehmenden Künstler haben ihr Kommen zugesagt und stehen auch gerne in persönlichen Gesprächen für Informationen über ihr Werk zur Verfügung. „Anders als die Sprache des Alltags ist die Sprache der Kunst international. Aber auch Bilder bedürfen der Übersetzungen und können, werden sie falsch verstanden, Schaden anrichten”, erklärt Kall.

Die Aachener Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt und Vorstandsmitglied des Kulturwerks begrüßt die Gäste. Alle interessierten Aachener sind herzlich willkommen. Die kompetente Einführung hält Kunstexperte und Jurymitglied Professor Dr. Wolfgang Becker.

Die Ausstellung des Kulturwerks Aachen in der Nadelfabrik am Reichsweg 19-42 ist mittwochs von 15 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Die Vernissage findet am< morgigen Sonntag, 11. März, um 15 Uhr statt. Die Finissage ist am 8. April 2012 um 15 Uhr. Zur Auftakt- und zur Abschlussveranstaltung sind Interessierte herzlich willkommen.

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