Aachen - Gartenanlage an der Alkuinstraße feiert 50-jähriges Bestehen

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Gartenanlage an der Alkuinstraße feiert 50-jähriges Bestehen

Von: Katrin Otrzonsek
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Vor 50 Jahren wurde die Garten
Vor 50 Jahren wurde die Gartenanlage Lehmkülchen gegründet. Bei der Jubiläumsfeier wurden auch langjährige und verdiente Mitglieder ausgezeichnet. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. 125 Gärten auf 40.000 Quadratmetern: Der 1962 gegründete Familiengärtnerverein Lehm­külchen feierte am Wochenende sein 50-jähriges Bestehen.

In ihrem Vereinsheim blickten Mitglieder, Familienangehörige und Ehrengäste zurück auf ein halbes Jahrhundert Gartenarbeit und Nachbarschaft.

Anfang der 1960er Jahre mussten die Gartenkolonien Karlsburg, Alte Baumschule und Lehmkülchen städtebaulichen Veränderungen im Bereich Grüner Weg, Passstraße und Lombardenstraße weichen. Im Gegenzug entstand an der Alkuinstraße, dem heutigen Standort des Vereins, die Gartenkolonie Lehmkülchen. Hier ließen sich die Kleingärtner der inzwischen liquidierten Gartenanlagen nieder und waren somit die ersten Mitglieder des neuen Vereins. Innerhalb von zwei Jahren waren alle Parzellen vergeben, das gesamte Areal verpachtet. Gefragt sind die Gärten bis heute - zur Zeit sind nur drei Gärten frei. Am Samstag wurde dieses langjährige Bestehen nun gefeiert.

Vorsitzender Kaspar Klöser hieß auch Bürgermeisterin Margrethe Schmeer, die SPD-Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt, den SPD-Landtagsabgeordneten Karl Schult­heis und Heijo Plum, den Vorsitzenden des Stadtverbands der Familiengärtner, willkommen. „Im Industriezeitalter sind wir, die Gartenfreunde, besonders wichtig”, erklärte Plum mit Blick auf die Umwelt. „Und auch für Kinder ist der Kontakt zur Natur wichtig, sie können die Zusammenhänge zwischen Mensch und Natur auf diese Weise erlernen.”

Beim Jubiläumsfest wurden auch verdiente Mitglieder geehrt. So erhielt Schriftführerin Sieglinde Brandt die Silberne Ehrennadel des Landesverbandes. Yusuf Bostanci und Josef Klöser erhielten Dank- und Anerkennungsnadeln des Stadtverbands. Thomas Schnieder und Ermolaew Wietscheslav konnten diese Ehrung nicht persönlich entgegennehmen.

Gründungsmitglieder geehrt

Der Gartenverein ehrte die Gründungsmitglieder Katharina Raumann, Agathe Reinhardt, Thekla Genten, Josef Daniels, Wolfgang Seidel und Heinrich Freude. Sie alle erhielten eine Ehrenurkunde, eine Rose und ein Fotobuch mit Impressionen der letzten 50 Jahre. Ein besonderer Dank galt auch der Kassiererin des Vereins, Margit Reinhardt-Rother, die seit Kindesbeinen an im Gartenverein ist und seit 15 Jahren zum Vorstand gehört. „Es ist wichtig, einen Zufluchtsort zu haben, in der schnelllebigen Gesellschaft”, sagte Reinhardt-Rother, „Bei der Suche nach innerer Ruhe und Zufriedenheit stößt man auf den Zufluchtsort Lehmkülchen”. Arnold Lehrheur, ehemaliger Vorsitzender des Vereins, wurde für seine ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet.

„Es ist wichtig, etwas für die Stadt zu tun und auch für sich selbst”, lobte Bürgermeisterin Schmeer die Vereinsmitglieder.„Die Nachbarschaft unter den Kleingärtnern schafft ungeheuere Solidarität.” Ulla Schmidt zitierte Ex-OB Jürgen Linden, der mit seinem Satz „Dat schönste Külche is dat Lehmkülche” in die Geschichte des Vereins einging.

Zu den Höhepunkten des Tages gehörte eine Filmpräsentation im Vereinsheim, bei der alte Dokumentarfilme aus dem Lehmkülchen gezeigt wurden: vom Bau des Vereinsheims bis zu Sommerfesten der 70er Jahre.
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