Aachen - Für die junge Katie Oliver ist Aachen die erste Wahl

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Für die junge Katie Oliver ist Aachen die erste Wahl

Von: Daniel Gerhards
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Katie Oliver (rechts) aus Hali
Katie Oliver (rechts) aus Halifax arbeitet ein Jahr an der Viktoriaschule. Das freut Hannegret Stuckenburg, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Aachen-Halifax/Calderdale. Foto: Daniel Gerhards

Aachen. Als Katie Oliver die Wahl hatte, musste sich nicht lange überlegen. Für die junge Britin war klar, dass sie wieder nach Aachen kommen möchte. Im Rahmen ihres Deutsch- und Geographiestudiums an der University of Durham (im Nordwesten Englands) muss sie ein Jahr im Ausland verbringen.

Katie Oliver entschloss sich an der Aachener Viktoriaschule als Sprachassistentin zu arbeiten. Diese Stelle suchte sich die 20-Jährige nicht willkürlich. Sie stammt aus Aachens Partnerstadt Halifax. Bereits zu ihrer Schulzeit kam sie zum Austausch an die Viktoriaschule. Zudem besuchte Aachen gemeinsam mit der Partnerschaftsdelegation aus Halifax.

Nun unterrichtet sie neun Stunden pro Woche an der Viktoriaschule. Sie unterstützt die Lehrer beim Englischunterricht und gibt Förderunterricht für die neunte Klasse - ebenfalls im Fach Englisch. Dabei stellen ihr die Schüler eine Menge Fragen über das alltägliche Leben auf der Insel, das britische Schulsystem oder die Unterschiede zwischen England und Deutschland. „Das ist sehr interessant für sie. Es gab seit zehn Jahren keinen Sprachassistenten mehr an der Schule”, erklärt Katie Oliver.

Aachen hat sie seit ihrem ersten Besuch fest ins Herz geschlossen. „Ich wollte für mein Auslandsjahr gerne nach hier. Ich finde die Stadt sehr schön und kannte schon einige Leute hier”, sagt die 20-Jährige. Zudem besuchte Hamburg, München oder Berlin.

Die Eingewöhnung fiel ihr dabei leicht. Denn deutsche und englische Jugendliche haben eine Menge gemeinsam. „Die Schüler in den beiden Ländern sind sich eigentlich ziemlich ähnlich”, sagt Katie Oliver. Und die Gymnasiasten verfügen über gute Fremdsprachenkenntnisse. „Sie sprechen viel besser Englisch, als die Jugendlichen in England Deutsch sprechen.” Gewundert hat sie sich nur, als die Schüler schon um 14 Uhr nach Hause gingen. „Ich fand es komisch, dass sie so früh gehen. In England muss man meistens bis 16 Uhr in der Schule bleiben.”

Geholfen haben Katie Oliver auch die Mitglieder des Partnerschaftskomitees Aachen-Halifax/Calderdale. Sie ging regelmäßig zu den Treffen, wurde von vielen Mitgliedern eingeladen und konnte sich so mit ihnen austauschen. Und auch Katie Oliver wirkte „belebend” für die Partnerschaft. „Es ist wichtig, dass sich die jungen Leute kennenlernen. Und das nicht nur über Internet und E-Mail”, sagt Hannegret Stuckenburg, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees. „Dieser persönliche Kontakt fördert das gegenseitige Verständnis.” Mit der Unterstützung des Partnerschaftskomitees fand Katie Oliver zudem eine Praktikumsstelle in der Grundschule an der Passstraße. „Für mich alleine wäre das schwierig gewesen, das zu organisieren”, sagt sie.

Katie Oliver ist nun schon seit September des vergangenen Jahres in Aachen. Anfang Juni geht sie bereits zurück nach Halifax. Dann wird sie Ihr Studium fortsetzen. Ein Jahr muss sie noch studieren, bis zu ihrem Abschluss. Danach könnte sie etwa Deutschlehrerin werden. Sollte sie sich dafür entscheiden, wird sich das Jahr an einer deutschen Schule besonders auszahlen. „Es war sehr gut, diese Erfahrungen zu sammeln. Besonders wenn ich Lehrerin werden möchte, wird mir das sehr helfen.”
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