Aachen - Für Albert Streits Finanzen hat schon Schalke gesorgt

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Für Albert Streits Finanzen hat schon Schalke gesorgt

Von: hr
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Streit
Alemannias prominentester Neuzugang: Albert Streit. Der Mittelfeldspieler stellte sich am Dienstagabend bei „Time 2 Talk” den Fragen der Fans. Foto: Thomas Rubel

Aachen. Noch bevor Albert Streit zu Jahresbeginn zur Alemannia gewechselt war und er am Dienstagabend seine Premiere bei „Time 2 Talk” feierte, eilten dem ehemaligen Bundesligaprofi bereits die Schlagzeilen nach Aachen voraus.

„Im Lamborghini nach Lohberg”, lautete so eine, mit der Moderator Achim Kaiser den 31-Jährigen konfrontierte. Doch Streit konterte die Anspielung auf ein Testspiel der Schalke-Amateure beim VfB Lohberg im Juni 2010 mit den Worten: „Was hätte ich denn machen sollen? Mit dem Fahrrad dorthin fahren?”

Damit hatte Streit nicht nur die Lacher der 400 Zuschauer im Sportpark Kohlscheid auf seiner Seite, sondern gleich auch die perfekte Überleitung zu seiner Zukunft bei der Alemannia gebaut. „Ich möchte die Fans bitten, mich nur nach meinen fußballerischen Leistungen zu beurteilen.” Und mit Blick auf die Zuschauer im Saal fügte er hinzu: „Wenn ich gut spiele, könnt ihr jubeln, und wenn ich schlecht spiele, könnt ihr mich kritisieren und beschimpfen.”

Nach seiner Zeit bei Schalke 04, wo er zunächst nur in der zweiten Mannschaft und später nicht einmal mehr dort eingesetzt wurde, hatte er beinahe schon abgeschlossen mit dem Fußball, bis ihn Friedhelm Funkel umstimmte. „Unter ihm hatte ich in Frankfurt meine beste Zeit als Fußballer”, sagte Streit, „er weiß, wie ich ticke.” Heute sei der ganz normale Trainingsbetrieb und die Integration in eine Mannschaft für ihn schon etwas Besonderes.

„Einfach Fußball spielen”

Angesichts solcher Bekenntnisse verwunderte es die „Time 2 Talk”-Zuschauer nicht mehr als Erik Meijer anschließend von sehr einfachen Verhandlungen mit Albert Streit sprach: „Der Junge wollte einfach Fußball spielen. Und für das Finanzielle hatte bereits Schalke 04 gesorgt”, sagte Aachens Manager mit einem Augenzwinkern.

Trainer Friedhelm Funkel erwartet von seinem einzigen Winterneuzugang, dass er der Mannschaft mit seiner Erfahrung und fußballerischen Klasse hilft. „Er soll auf dem Spielfeld den einen oder anderen Tipp an die jungen Spieler weitergeben, und ich erwarte, dass er viele Tore vorbereitet.” Aus der gemeinsamen Zeit beim 1.FC Köln und Eintracht Frankfurt weiß Funkel nämlich: „Albert Streit ist ein hervorragender Vorbereiter.”

Auch Teamkollege Kim Falkenberg, der ebenso wie Streit am Dienstag zum ersten Mal zu Gast bei der Alemannia-Gesprächsrunde der „Nachrichten” war, freute sich über den prominenten Neuzugang. „Sein Name steht für Qualität. Das hat er über Jahre bewiesen. Er wird uns helfen, die Klasse zu halten”, ist der 23-Jährige überzeugt.

Für ihn selbst war der Start bei der Alemannia nach seinem Wechsel von Greuther Fürth zum Tivoli im vergangenen Sommer alles andere als optimal. „Insgesamt war ich acht Monate verletzt”, blickte er zurück. Als er dann am 11. Spieltag endlich zum ersten Einsatz kam, steckte die Alemannia bereits im Abstiegskampf. „Das hatten wir uns sicher alle anders vorgestellt.” Dennoch bereut Falkenberg seinen Wechsel nicht. „In der Saison geht es jetzt um den Klassenerhalt. Im nächsten Jahr können wir uns dann wieder neue Ziele setzen.”

Sein Trainer Friedhelm Funkel denkt derzeit lieber von Spiel zu Spiel. Für das erste Pflichtspiel des Jahres am Samstag gegen St. Pauli hat er die Qual der Wahl. „Auf zwei, drei Positionen weiß ich ehrlich gesagt noch nicht, was ich mache.” Vor allem Alper Uludag habe sich in den Testspielen nah an die Startelf herangespielt.
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