Für Aachens SPD gibt es nur eine Botschaft: Rot-Grün

Von: ast
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Karl Schultheis Aufmacher AN
Karl Schultheis. Foto: Harald Krömer

Aachen. Beschwingt bis begeistert, auf jeden Fall guter Laune sind die beiden Aachener Delegierten vom Parteitag der Landes-SPD zurückgekehrt. Für Claudia Walther und Karl Schultheis, zugleich auch die Landtagskandidaten in Aachen, steht spätestens seit dem Wochenende fest, dass ihre Partei eine reelle Chance hat, den amtierenden Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers am 9. Mai zu beerben - auf der Basis einer rot-grünen Mehrheit.

Mithilfe eines „Richtungswahlkampfs” soll Schwarz-Gelb denn auch geschlagen werden, um damit auch im Bund die Weichen neu zu stellen.

Vor Ort setzt die SPD ebenfalls auf die rot-grüne Karte, was ihr nach eigener Auskunft nicht schwerfällt. Schultheis: „Die Aachener Sozialdemokraten haben immer für ein solches Bündnis gestanden”, auch wenn es bei der jüngsten Kommunalwahl dafür nicht mehr gelangt habe. Ein neues rot-grünes Projekt zu betreiben, macht auch deswegen Sinn, weil man in Aachen die Erststimmen von Grünen-Wählern gut gebrauchen könnte.

Weil Schwarz-Gelb Nordrhein-Westfalen zu einem „Absteigerland” gemacht habe, ist in Augen der SPD ein Kurswechsel dringend nötig. Im Wahlkampf wollen die Sozialdemokraten zwei Themen ganz nach vorne ziehen: die kaputten Finanzen von Städten und Gemeinden („damit der Pleitegeier nicht das Wappentier Aachens wird”) und den Kampf gegen eine Kopfpauschale. Aber auch Rüttgers soll attackiert werden, insbesondere wegen seiner Attitüde, den Arbeiterführer spielen zu wollen - „der war doch bei allen Sauereien dabei”. So soll gezielt um enttäuschte CDU-Anhänger geworben werden.

Nach Stand der Umfragen hat Rot-Grün zurzeit keine Mehrheit in NRW - was ist also mit den ganz Roten? Schultheis: „Wir wollen eine vernünftige Zweier-Konstellation, alles andere spielt keine Rolle.”

Zum Wahlkampf werden in Aachen unter anderem andrea Nahles, Ralf stegner und Hannelore Kraft erwartet.
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