Sporter des Jahres Freisteller Sportlerwahl Sportlergala Freisteller

Fünfjahresplan für die Kleinen

Von: Margot Gasper
Letzte Aktualisierung:
drei_bu
Mehr Plätze für die Kleinen: In der Stadt Aachen wird der Ausbau der Betreuung für unter Dreijährige weiter forciert. Denn ab 2013 gibt es einen Rechtsanspruch. Foto: ddp

Aachen. Bei der Sorge für die Kleinen muss die Stadt künftig in Fünfjahresplänen denken. Das verlangt das Kinderfördergesetz (Kifög) der Bundesregierung, das einen Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige und ab 2013 einen Rechtsanspruch auf einen U3-Kitaplatz festschreibt.

Einstimmig hat der Kinder- und Jugendausschuss am Dienstag die städtische Kindergartenbedarfsplanung für 2009/10 sowie die Ausbauplanung im U3-Bereich bis 2013/14 verabschiedet. Eckpunkt des Pakets: Jedes Jahr sollen für Kinder unter drei 150 neue Plätze in Tagesstätten geschaffen werden. Bisher liegt diese Zielvorgabe bei 100 Plätzen. Mit der Erhöhung wollen die Aachener bis 2013 für fast 40 Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsplatz anbieten.

Der Anteil der Tagespflege an der U3-Betreuung soll künftig nur noch 30 Prozent ausmachen. Bisher war man davon ausgegangen, dass 40 Prozent des Betreuungsbedarfs bei den Kleinkindern über Tagesmütter gedeckt werden kann. Die tatsächliche Nachfrage spricht allerdings für eine 30-Prozent-Quote: Von rund 400 vorhandenen Plätzen sind nach Angaben von Jugenddezernent Wolfgang Rombey derzeit 321 belegt. „Das ist ein Indiz, dass die Plätze nicht so stark nachgefragt sind”, so Rombey.

Schon jetzt gibt es in Aachen für 22 Prozent der unter Dreijährigen einen Betreuungsplatz. Um 2013 den Rechtsanspruch erfüllen zu können, müsse Aachen sein Ausbauprogramm forcieren, rechnete Sabine Will aus der Planungsabteilung des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule, den Politikern vor. Die Fraktionen zeigten sich von dem umfangreichen Planwerk sehr angetan. Alle Fraktionen legen Wert darauf, dass auch für Kleinkinder mit Behinderung „bedarfsgerecht” Plätze geschaffen werden.

Die Gesundheitsämter gehen davon aus, dass rund fünf Prozent der Kinder in jedem Jahrgang behindert oder von Behinderung bedroht sind. Für Aachen hat der Fachbereich einen Versorgungsbedarf von 3,6 Prozent errechnet.

Um 2013 den geforderten Rechtsanspruch zu erfüllen, muss zusätzliches Geld in die Hand genommen werden. „Das kostet uns 3,1 Millionen Euro mehr”, so Wolfgang Rombey. Einstimmig beschlossen die Jugendpolitiker, die nötigen Mittel für 2009 in den Haushalt einzustellen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert