Aachen - Fünf Vorschläge für die Museen in der Peripherie

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Fünf Vorschläge für die Museen in der Peripherie

Von: Martina Feldhaus
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Aachen. Diese Sorgen teilen viele (Kultur-)Politiker: Ist erstmal das Centre Charlemagne eröffnet, wird es für Ludwig-Forum und Suermondt-Ludwig-Museum (SLM), beide nicht gerade im Stadtzentrum gelegen, noch enger. Schon jetzt lassen die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren oft zu wünschen übrig. Das Problem: Mit dem Centre gibt es künftig noch einen touristischen Anlaufpunkt mehr im Stadtkern. Wer erstmal Centre sowie Dom, Rathaus, Zeitungs- und Couvenmuseum gesehen hat, ist womöglich voll mit „Kultur“ – und findet kaum den Weg zu Jülicher oder Wilhelmstraße.

Deshalb muss die Attraktivität der „Museen in Randlage“ gesteigert werden, findet die CDU-Fraktion. Sie hatte bereits für die vergangene Ratssitzung eine Anfrage ausgearbeitet, in der sie fünf Vorschläge macht, wie die Stadt mehr Besucher in Aachens museale Peripherie lockten könnte. „Wir haben uns Gedanken gemacht, wie man diese Museen stärken kann. Auch dann, wenn der Trubel um die Karlsausstellungen Ende September vorüber ist und die Normalsituation wieder eintritt“, sagt Margrethe Schmeer, Vorsitzende des Kulturauschusses.

Möglichkeit Nummer eins sei die Einführung eines Kombi-Tickets, das der Museumsbesucher im Centre Charlemagne kaufen kann und das gleich auch für Lufo und Suermondt-Ludwig-Museum gilt. Auch eine Euregio-Museums-Karte könnte sich die CDU gut vorstellen. Schmeer: „Bislang gibt es nur eine Veranstaltungsübersicht über alles, was von Düren bis Maastricht so tut. Man könnte aber auch ein gemeinsames Ticketing entwickeln.“ Das bedeute beispielsweise: Eintritt in fünf Museen zum Preis von dreien.

Punkt zwei der CDU-Vorschlagsliste: die Bewerbung von Inhalten der peripheren Museen im Centre – etwa mit einem signifikanten Exponat als „Appetizer“. Obendrein können sich Schmeer und Co. eine Kooperation mit der Deutschen Bahn vorstellen. Dazu gehören Museums-Ermäßigungen für Bahncard-Besitzer oder auch Werbung auf Bahnkarten. „Das wäre aber nur bei großen Sonderausstellungen möglich“, so Schmeer.

Bei Punkt vier geht es um die Einführung einer Aseag-Verbindung – „Museumslinie“ – zu Lufo und SLM, wobei die Fahrtkosten im Museumseintritt enthalten wären. Und auch die Tarifstruktur der Museen könnte auf den Prüfstand gestellt werden. Schmeer: „Bislang gibt es in Aachen keine Vergünstigungen für Rentner. Und auch über besondere Angebote für Studenten kann man nachdenken.“

Der CDU-Antrag liegt der Verwaltung bereits vor, Antworten werden in der nächsten Ratsitzung am 19. März erwartet. Obendrein soll langfristig eine Museumsstrukturkommission eingerichtet werden, in der eine Strategie für Aachens Museumslandschaft erarbeitet wird. Auf die Frage, ob sich die CDU vorstellen kann, dass Ludwig-Forum und Suermondt-Ludwig-Museum auf lange Sicht anderswo, also zentrumsnäher verortet werden – die Grünen hatten einen Vorschlag gemacht – antwortet Schmeer: „Wenn sich eine Verbesserung in innerstädtischer Lage ergäbe, die die Stadt auch bezahlen kann, hätte sicher keiner was dagegen.“

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