Aachen - Fünf Kindertagesstätten werden zu Großbaustellen

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Fünf Kindertagesstätten werden zu Großbaustellen

Von: Margot Gasper
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An der Hauptschule Franzstraß
An der Hauptschule Franzstraße sollen Räume für drei Kita-Gruppen hergerichtet werden. Heute beraten die Jugendpolitiker über die Auslagerung von Gruppen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Bevor der Presslufthammer loslegt, ziehen die Kleinen aus: Größere Baumaßnahmen in städtischen Kindertagesstätten sollen künftig nicht mehr im laufenden Betrieb gestemmt werden. Die Belastung für Kinder, Erzieherinnen und Eltern ist einfach zu groß, das haben Erfahrungen mit früheren Baustellen gezeigt.

Künftig sollen Kita-Gruppen für die Bauzeit ausquartiert werden. Im Kinder- und Jugendausschuss wird am heutigen Dienstag über Ausweichquartiere diskutiert. Die Verwaltung schlägt das Gebäude der Klaus-Hemmerle-Schule an der Franzstraße vor, außerdem ein „Pavillon-Provisorium” an der Schagen­straße in Brand.

Um dringend benötigte neue Kita-Plätze für unter Dreijährige zu schaffen, muss in Aachens Tagesstätten viel gebaut werden. Das Gebäudemanagement ist derzeit dabei, 40 städtische Kitas auf ihr Potenzial hin zu untersuchen.

Größere Umbauten in fünf Tagesstätten sind bereits konkret geplant: Zusammenlegung und Neubau von zwei Kitas an der Passstraße 123 (drei Gruppen) ab Frühjahr 2013; Neubau an der Aachener Straße in Schleckheim (drei Gruppen) ab Herbst 2013; Um- und Ausbau an der Bergstraße (drei Gruppen) ab Sommer 2013; Um- und Ausbau an der Düppelstraße (drei Gruppen) ab Sommer 2013; Sanierung von Feuchtigkeitsschäden an der Franz-Wallraff-Straße (vier Gruppen) ab Frühjahr 2013. Für diese fünf Großbaustellen müssen insgesamt 16 Kita-Gruppen ausquartiert werden.

In der Hauptschule Franzstraße werden nach und nach Räume frei, da die Schule auslaufend geschlossen wird. Schon jetzt stehen nach Angaben der Stadt etliche Räume leer. Die Verwaltung schlägt vor, an der Franzstraße Ersatzräume für drei Kita-Gruppen zu schaffen. Dort soll zuerst die Kita Passstraße unterkommen. Der Umzug könnte nach derzeitiger Planung im März 2013 über die Bühne gehen.

An der Schagenstraße in Brand sollen auf einem Grundstück neben dem dortigen Kindergarten Pavillons aufgestellt werden, die bis zu sechs Kita-Gruppen aufnehmen können. Dorthin sollen die vier Gruppen aus der Franz-Wallraff-Straße in Brand ziehen. Die nächsten Kandidaten wären nach Vorschlag der Verwaltung die Kinder aus der Kita Aachener Straße.

Nach einer ersten, groben Kostenschätzung entstehen an der Franzstraße für die Herrichtung der Räume und den Abriss eines schadstoffbelasteten Pavillons auf dem Außengelände Kosten von rund 355.000 Euro. Für die Ausstattung sind weitere 32.000 Euro veranschlagt. An der Schagen­straße rechnet die Verwaltung mit einmaligen Kosten von rund 367.000 Euro, ab 2013 wird jährlich mit laufenden Kosten von rund 262.000 Euro kalkuliert.

Bei Bedarf ein Busdienst

Und wie kommen die Kleinen ins Ausweichquartier? Womöglich werden die Wege ins Provisorium ja deutlich länger. „Das werden wir für jede einzelne Kita mit den Eltern klären”, kündigt Jugendamtschefin Elke Münich an. Für die eine oder andere Einrichtung werde auch ein Busdienst eingerichtet. „Damit haben wir ja bereits Erfahrung.” Als im vergangenen Jahr die Kita Elsassstraße umgebaut wurde, wurden einige Kinder in die „Berghütte” ausgelagert. Damals pendelte auch ein Bus.

Münich geht davon aus, dass die notwendigen Kita-Pavillons ohne Probleme zu bekommen sein dürften. „Es haben sich sogar schon Anbieter bei uns gemeldet.”
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