Fünf Euro für XL-Tarif und neue Kurzstrecke

Von: Wolfgang Schumacher
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Aachen. Dem beabsichtigten Tarif-Doppelschlag der Aseag und des Aachener Verkehrsverbundes (AVV) in 2013 und dann sofort wieder im Jahr 2014 hatte der städtische Mobilitätsausschuss nicht wirklich etwas entgegenzusetzen.

Nur Linken-Vertreter Andreas Müller hob den Finger nicht, um einer Preiserhöhung von rund 3,6 Prozent zum 1. April 2013 und einer weiteren von 3,3 Prozent für das Folgejahr zuzustimmen.

Alle anderen Fraktionen folgten den von AVV-Chef Hans Joachim Sistenich vorgetragenen Argumenten, die Kostensteigerungen seien für die Verkehrsbetriebe anders nicht aufzufangen. Allerdings kam der Ausschuss überein: Die Notwendigkeit für den 2014er Dreh an der Preisschraube solle Ende 2013 nochmals zur Festsetzung der endgültigen Höhe auf den Tisch des Ausschusses kommen.

Ab April nun bleibt die beim Busfahrer (-fahrerin) bar bezahlte Kurzstrecke bei 1,60 Euro, die Stufe 2 allerdings steigt von 2,50 auf 2,55 Euro, die Endstufe 4 krabbelt von 7,70 auf 8,00 Euro. Kinder zahlen auf der Kurzstrecke nach wie vor 1,00 Euro, die weiteren Stufen werden für die Kleinen nicht erhöht. Die Tageskarte steigt von 6,80 auf 7,10 Euro (Stufe 1), die 4er Fahrtenkarte im Basistarif von 5,60 auf 5,80 Euro, für die Minigruppenkarte müssen jetzt 9,60 statt 9,20 Euro berappt werden, das Schülerticket kostet knapp einen Euro mehr und das Jobticket wird mäßig von 22,20 auf 22,60 Euro angehoben. Auch im Zusammenhang mit der bereits vor den Tariferhöhungen beschlossenen Einführung der „Wandernden Kurzstrecke“ (WaK) zur Jahresmitte 2013 ist man mit dem für die Stadt kostenträchtigen, aber ansonsten hoch gelobten City-XL-Tarif gnädig verfahren. Jedenfalls beim Viererpack. Zwar hob man die Einzelfahrt auf 1,60 Euro an, vier Tickets sollen allerdings glatte fünf Euro kosten.

Bis an den Rand der Region

Das ist im Übrigen auch der Preis für vier Tickets des neuen Kurzstreckentarifs, der bis an den Rand der Städteregion mit dem jeweiligen Nutzer „mitwandert“ und dann noch drei Haltestellen in den umliegenden AVV-Bereich „hineinragt“, erläuterte Sistenich.

So lobte dann SPD-Verkehrsexperte Michael Servos, dass es über den glatten Fünf-Euro-Preis für die Kurzstrecke und den XL-Tarif keine großen Diskussionen gab, der AVV wollte hier eigentlich mehr, CDU-Sprecherin Gaby Breuer zur Knauserigkeit im Ausschuss: „Was sein muss, muss sein.“ Sistenich kündigte an, die Wandernde Kurzstrecke solle mit Erklärungen und Beschreibungen in Bussen und an den Haltestellen ab Juni 2013 eingeführt werden.

Sie reicht über eine Strecke „von zwei bis zweieinhalb Kilometer“ geradlinig in eine Fahrtrichtung und umfasst in der Regel vier Haltestellen, sie kostet als >Einzelticket 1,50 Euro und im Viererpack wie bereits erwähnt 5,00 Euro. Umsteigen sei nicht erlaubt, sie gilt aber auch für Schnellbusse.

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