Aachen - „Frühe Hilfen“ werden gut angenommen

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„Frühe Hilfen“ werden gut angenommen

Von: Martina Stöhr
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Aachen. „Seit 41 Jahren leistet der Kinderschutzbund verlässliche Arbeit im Kinder- und Jugendbereich“, sagt Geschäftsführerin Andrea Weyer.

Man freut sich über den Erfolg der Erziehungsberatungsstelle oder von Projekten wie die „Frühen Hilfen“ und „Akisia“, das sich um Kinder psychisch kranker Eltern kümmert. Bei allen positiven Nachrichten gibt es aber doch auch einen Wermutstropfen: Die Zuschüsse der Stadt reichen immer weniger aus, um die stetig wachsenden Personal- und Verwaltungskosten zu decken.

„Akisia „zum Beispiel finanziert sich ausschließlich aus Spenden, was laut Andrea Weyer langfristige Planungen erschwert. Dennoch ist sie mit dem, was der Kinderschutzbund leistet, voll auf zufrieden. „Wir orientieren uns immer daran, was die Menschen brauchen“, meint sie. Akisia sei ein Beispiel dafür. Seit 2008 unterstützt das Projekt Kinder mit psychisch kranken Eltern und leistet damit Präventionsarbeit.

Denn es sei nachgewiesen, dass die betroffenen Kinder später selbst ein erhöhtes Risiko hätten, eine psychische Krankheit zu entwickeln, so Weyer. Neben eher jungen Angeboten gibt es aber auch die über 20 Jahre alte Erziehungsberatung und das Kinderschutzzentrum. „Das Thema Gewalt in welcher Form auch immer spielt hier nach wie vor eine große Rolle“, meint Leiter Alfred Köster.

Vernachlässigung und Gewalt

Insgesamt 38 Prozent der Beratungen drehen sich um die Bereiche Vernachlässigung, körperliche, psychische und sexuelle Gewalt. Daneben gab es im letzten Jahr auch Unterstützung nach Trennung und Scheidung. Den Löwenanteil der Beratungsgespräche machten ganz allgemeine Erziehungsprobleme aus.

Erfreulich sei, wie gut die Beratungen angenommen würden. Laut einer Untersuchung seien zwischen 80 und 85 Prozent der Befragten mit der Beratung durch den Kinderschutzbund zufrieden. Ebenso viele bescheinigen demnach eine Verbesserung der Situation.

185 Anfragen in einem Jahr

„Die Frühen Hilfen“ wenden sich an alle Eltern, die Probleme mit ihrem Säugling haben. Ein multiprofessionelles Team aus Hebammen, Kinderkrankenschwester und Sozialpädagogen begleitet die jungen Eltern in den ersten zwölf Monaten nach der Geburt. In diesem Jahr wird das Angebot bis auf das dritte Lebensjahr ausgedehnt.

Laut Dorothee Roeb-Flemming, Leiterin der Anlaufstelle, ist das durchaus sinnvoll, auch wenn diese Erweiterung die Kapazitäten der „Frühen Hilfen“ möglicherweise übersteige. „Das Angebot wird von den Familien sehr gut angenommen“, sagt sie. Die kämen aus allen Bildungsschichten und Nationalitäten.

185 Anfragen gab es im vergangenen Jahr. Wie intensiv die Betreuung sein muss, hängt laut Roeb-Flemming von jedem einzelnen Fall ab. Das Gute an dem Projekt sei die intensive Vernetzung, sagt sie. Die Zusammenarbeit mit Kinderärzten und Krankenhäusern erleichtere den Zugang zu den betroffenen Frauen. Die können sich auch während der Schwangerschaft an die „Frühen Hilfen“ wenden, wenn sie das Gefühl haben, dass sie die Situation nicht meistern

Mit all seinen Angeboten bietet der Kinderschutzbund eine Betreuung von der Geburt bis zur Volljährigkeit. „Wir sind dabei immer bemüht, für jeden Einzelnen das passende Angebot zu finden“, meint Andrea Weyer. Sie ist überzeugt, dass der Kinderschutzbund inzwischen ein bekannter und anerkannter Partner in der Jugendhilfe ist. Und damit sind Sie und ihr Team mehr als zufrieden.

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