Aachen - Frühe Hilfen können jetzt noch mehr helfen

Frühe Hilfen können jetzt noch mehr helfen

Von: Martina Stöhr
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Mehr Leute, mehr Hilfe: Der Kinderschutzbund hat sein Team für die Frühen Hilfen verdoppeln können. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Dank einer kräftigen Finanzspritze des Bundes konnten die Frühen Hilfen des Kinderschutzbundes in Aachen ihr Team verdoppeln. 168 Familien wurden im vergangenen Jahr von drei Mitarbeiterinnen betreut. Die kamen dabei an die Grenzen der Belastbarkeit. Nun stehen insgesamt sechs Helferinnen zur Verfügung, darunter Hebammen, eine Krankenschwester und Sozialpädagoginnen.

„Die Arbeit im multiprofessionellen Team bringt enorme Vorteile“, meint Dorothee Roeb-Flemming, Kinder- und Jugendlichen- Psychotherapeutin mit Zusatzqualifikation in Eltern- und Säuglingstherapie. Je nach den Bedürfnissen der frischgebackenen Eltern kann die Mitarbeiterin mit der besten Qualifikation dafür zum Einsatz kommen. Betreut werden Eltern mit Kindern bis zum vollendeten ersten Lebensjahr.

Hilfen gibt es vom Ausfüllen von Anträgen über die Unterstützung bei Zwillings- oder Drillingsgeburten bis hin zu therapeutischer Beratung in Problemfällen. Willkommen sind alle Eltern, ganz egal welches Problem sie haben. „Wir schauen immer zuerst darauf, was die Eltern mitbringen, was sie gut und richtig machen, und bauen dann darauf auf“, sagt Roeb-Flemming.

Inzwischen verfügen die Frühen Hilfen in Aachen über ein breites Netzwerk mit 34 beteiligten Institutionen. „Die Familien haben ein Recht auf Unterstützung“, betont Roeb-Flemming und ermutigt jede Familie, nach der Geburt eines Säuglings Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn das nötig ist. „Und die, die das bereits gleich am Anfang tun, lassen sich auch später gerne wieder helfen“, meint Roeb-Flemming. Auf lange Sicht könnten die Frühen Hilfen so Kosten einsparen. Dank des vergrößerten Teams können die Frühen Hilfen ihre Arbeit mit den Familien nun intensivieren. Außerdem kann die entwicklungspsychologische Beratung ausgedehnt werden. Dabei werden Videoaufnahmen von Babys kritisch beleuchtet, um Aufschluss über ihr Verhalten zu bekommen.

Die Mitarbeiterinnen des Teams sind begeistert von ihrer Arbeit. Sie schätzen die Freiheit, mit jeder Familie ganz individuell arbeiten zu können. Sie wollen Eltern in den ersten, oft schwierigen Lebensmonaten ihrer Kinder mit passenden Unterstützungsangeboten zur Seite stehen, damit gute Grundlagen für die weitere Entwicklung der Kinder gelegt werden.

Laut Jahresbericht werden die Frühen Hilfen von den Familien gut angenommen. Danach nehmen inzwischen über 25 Prozent der Familien den Kontakt zur Beratungsstelle aufgrund von persönlicher Empfehlung auf. Und unter den Hilfesuchenden sind Familien aus allen Bildungsschichten und aller Nationalitäten.

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