Aachen - Fröhlicher Mosaik-Dschungel verschönert den Kennedypark

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Fröhlicher Mosaik-Dschungel verschönert den Kennedypark

Von: Jule Klieser
Letzte Aktualisierung:
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Viele Farben, viele Motive: Die Mosaikwand im Kennedypark ist fertig und wurde jetzt vorgestellt. Rund 100 kleine und große Künstler haben darin mitgearbeitet. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Ein Kunstwerk, das den Kennedypark aufwertet, ist fertig. Fast zehn Meter lang, bunt und freundlich erstrahlt das Dschungel-Mosaik beim Kleinkinderspielplatz am nördlichen Ende der Anlage.

Es verschönert die gut zwei Meter hohe, bis dato hässliche Mauer, die dort steht. Grüne und bunte Pflanzen, turnende Affen, Fische, Vögel und Schmetterlinge, darüber eine leuchtende Sonne lachen den Betrachter an. Entstanden ist ein farbenprächtiges Puzzle aus einzelnen Elementen, das einen belebten Urwald darstellt.

Das Tolle daran: Große und kleinen, alte und junge Bürger, Anwohner und Parkbesucher haben das Bild selbst gestaltet. Rund 100 Personen sind im Verlauf der letzten zehn Tage zu der Stelle gekommen und haben fleißig gewerkelt. Jeder konnte sich selbst einbringen und ein eigenes Motiv beisteuern. Dass ein harmonisches Ganzes entstand, ist Kerstin Nützmann zu verdanken, die den Schaffenden bei jedem Wetter und bei jedem Andrang mit Rat und Tat zur Seite stand.

Die Künstlerin hat im Zusammwirken mit dem Netzwerk Eigenarbeit das Projekt auf die Beine gestellt, die Mauer vorbereitet, das Material besorgt. Es war anstrengend, aber hochmotivierend, das sah man ihr an, als sie das fertige Werk nun der Öffentlichkeit vorstellte. „Es haben sehr viele Leute mitgemacht, vor allem auch Kinder, das fand ich sehr schön”, sagt Kerstin Nützmann.

Der jüngste Künstler ist drei Jahre alt, der älteste 96. Berta Schmitz, 91 Jahre alt, war bei der Vorstellung vor Ort und blickte voller Begeisterung auf das Bild. „Ich bin hier vorbeigekommen und direkt geblieben”, erinnert sie sich. Den kleinen Affen rechts im Bild mit zu gestalten hat ihr riesig Spaß gemacht.

„Wir hoffen, dass das Bild in Zukunft nicht beschädigt wird”, sagte Agnes Zilligen vom Netzwerk Eigenarbeit. Es sei zum Glück eine Erfahrung, dass weniger randaliert werde, wenn viele Bürger an der Entstehung einer Sache beteiligt waren.

Von allen Seiten hatte das Projekt Unterstützung erfahren. Einige 100 Euro gab die Bürgerstiftung Lebensraum dazu. „Weil wir das sehr gut finden und weil so viele Menschen mitgemacht haben”, wie Brigitte Erm vom Vorstand der Stiftung begründete.

Eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, Heike Ohlmann, hatte die Idee, die vormals unansehnliche Wand als Fläche für künstlerische Bearbeitung zur Verfügung zu stellen. Sie hofft jetzt, dass der hinter der Mauer sichtbare Stacheldraht von den Kleingärtnern entfernt wird. Da die Schmuddelecke mit fliegenden Bierflaschen jetzt nicht mehr da sei, sei der sicher nicht mehr nötig.
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