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Frisches Grün für 195.000 Euro

Von: cz
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Aachen. Gelb leuchtet der neue Tivoli weithin in die Landschaft. Trotz des Schmuckkästchens und anderer architektonisch herausragender Bauten wie Finanzamt und Reitstadion wirkt die im unteren Abschnitt gewerblich uneinheitlich geprägte Krefelder Straße trist und kahl.

Das soll anders werden: Für knapp 200.000 Euro soll mehr Grün ins dortige Stadtbild. Das jedenfalls empfiehlt die Bezirksvertretung Aachen-Mitte. Das Erscheinungsbild der Krefelder Straße als eine der wichtigsten Verkehrsachsen und Hauptverbindung in die Innenstadt und in die Städteregion ist bedeutend für einen ersten Eindruck von der Stadt. Viele auswärtige Besucher (Stadt, Tivoli, CHIO, Karlspreis) werden über sie in die Stadt geleitet.

Einstimmig sprachen sich die Bezirksvertreter für ein neues Bepflanzungskonzept aus. Das sieht ein durchgehendes Grün vor. In den vorhandenen Mittelstreifen von der alten (Tivoli-)Fußgängerbrücke bis zur Kreuzung Pariser Ring/Eulersweg sollen als gestaltendes Element im Abstand von 20 Metern hochwachsende Säuleneichen gepflanzt werden. Zusätzlich wird an der Kreuzung ein Baumtor aus neun Säuleneichen den Ein- beziehungsweise Ausgang der Stadt betonen.

Für die Seitenstreifen ist eine niedrige Bepflanzung mit Heckenelementen aus Hainbuche und weiß blühenden Rosen vorgesehen. Hecken und Rosen sollen ein „wildes Queren” der Krefelder Straße erschweren. Im Frühjahr werden auf dem Mittelstreifen gelbe Narzissen blühen.

Mit diesem Konzept rücken Verwaltung und Politik vom alten Plan ab, im Rahmen des Projekts „Sportpark Soers” die Krefelder Straße ab Kreuzung Merowinger Straße/Passstraße als dreireihige Baumallee zu gestalten. Denn bei Suchschachtungen stellte sich heraus, dass an beiden Seiten gar kein Platz für ausreichend große Baumgruben ist. Eine Vielzahl von Leitungen liegt dort, öffentliche wie auch Hausanschlüsse. Sogar ein „herrenloser Kanal” (Verwaltung) wurde entdeckt.

Die Kosten von rund 195.000 Euro sorgen bei der Politik allerdings für Bauchschmerzen. Marianne Conradt (CDU): „Die sind so nicht akzeptabel.” Die Politiker befürchten zudem, dass Hecken, Rosen und Narzissen von Fußballfans „niedergetrampelt” (Conradt) und „plattgelaufen” (März, SPD) werden.

März empfahl, „etwas Robustes” zu pflanzen. Mit einem ironischen Seitenhieb auf die derzeitigen Kickerkünste riet der Alemannia-Fan scherzhaft, auch „ein oder zwei Trauerweiden” zu pflanzen. Professor Albert Hartmann (CDU) hielt mit einem „Lorbeerbaum” dagegen.

Im Spätherbst soll mit dem Pflanzen der Säuleneichen begonnen werden. Über das neue Konzept entscheidet der Umwelt- und Klimaausschuss in seiner Sitzung am 21. September.
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