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Friedhof Nirmer Straße erhält eine neue Anlage für 144 Urnen

Von: Peter Langohr
Letzte Aktualisierung:

Eilendorf. Eigentlich ging es in derjüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Eilendorf nur um die Errichtung einer Urnenwandanlage auf dem Friedhof Nirmer Straße.

Aber Karl Küpper, beim Stadtbetrieb für die Friedhöfe zuständig, nutzte die Gelegenheit, um die Bezirksvertreter auch über andere Sachverhalte im Zusammenhang mit dem Friedhof zu informieren.

Bereits im Jahr 2002 wurde auf dem Eilendorfer Friedhof eine so genannte Urnenwandanlage eingerichtet. Da wider Erwarten der Bedarf größer war, als zunächst angenommen, musste die Anlage in den Folgejahren ständig erweitert werden, so dass sie derzeit 252 Grabkammern für jeweils vier Urnen umfasst. Da aber die Zahl der Urnenbestattungen weiterhin zunimmt, soll nun in der Nähe der Trauerhalle eine weitere Anlage errichtet werden, die bis zu 144 Urnenkammern aufnehmen kann.

Allerdings soll, so Karl Küpper, der Aufbau dem Bedarf angepasst werden, so dass im kommenden Frühjahr zunächst ein Modul mit 24 Kammern beschafft und aufgestellt werden soll. Der Vorteil dieses Vorgehens liegt darin, dass die Kosten in Höhe von etwa 10.000 Euro aus den laufenden Mitteln zum Ausbau von Grabfeldern bestritten werden können. Im Frühjahr sollen darüber hinaus die Trauerhalle und die Toilettenanlage des Friedhofs saniert werden. Erwartungsgemäß segnete die Bezirksvertretung den Verwaltungsvorschlag einstimmig ab.

Darüber hinaus informierte Küpper darüber, dass die Randflächen auf dem Friedhof Nirmer Straße, die nicht mehr belegt werden, in Freiflächen mit extensiver Bepflanzung umgewandelt werden sollen, was bedeutet, dass sich dort Blumenwiesen mit der in der Umgebung anzutreffenden Wiesenflora entwickeln sollen. Die Pflegemaßnahmen könnten dann kostensparend auf einmaliges Mähen im Sommer beschränkt werden.

Zudem sei derzeit eine Friedhofsentwicklungsplanung in Arbeit, da die Aachener Friedhöfe „gesundschrumpfen“ müssten. Derzeit würden in Aachen sieben Quadratmeter Friedhofsfläche pro Einwohner vorgehalten, nötig seien aber maximal dreieinhalb Quadratmeter.

Nicht alle überzeugt

In der Aussprache über den Tagesordnungspunkt zeigten sich quer durch die Fraktionen nicht alle Bezirksvertreter von der „Wiesenlösung“ überzeugt. Man will jedoch zunächst abwarten, wie sich das Vorhaben entwickelt, ehe eventuell nachgebessert werden muss. Markus Plum (Grüne) fragte nach, ob es unbedingt erforderlich sei, die Frist, während der Rasengräber mit Grabschmuck versehen sein dürfen, auf die Zeit zwischen Allerheiligen und dem Dreikönigstag zu beschränken.

Karl Küpper betonte, dass derjenige, der ein Rasengrab als Bestattungsform wähle, in aller Regel wisse, worauf er sich einlasse, auch im Hinblick auf die Beschränkungen beim Grabschmuck. Daher sei die „Ausnahmefrist“ bewusst auf die Gedenktage und Weihnachten beschränkt worden. Eine Verlängerung der Frist sei folglich nicht geboten.

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