Aachen - Friedenspreis: Schule lehnt Auszeichnung ab

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Friedenspreis: Schule lehnt Auszeichnung ab

Von: hau
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Aachen. Dem Aachener Friedenspreis droht einer der diesjährigen Preisträger abhanden zu kommen. Eine der drei Schulen, denen die überregional bekannte Auszeichnung zuerkannt worden ist, lehnt den Preis ab.

Die Leiterin der Hulda-Pankok-Gesamtschule in Düsseldorf teilte nämlich jetzt dem Vorstand des renommierten Gremiums mit, dass man den Preis nicht annehmen werde. Die Schule war mit zwei weiteren ausgesucht worden, weil sie per Schulkonferenzbeschluss der Bundeswehr und ihren Jugendoffizieren eine Art Hausverbort erteilt habe und damit eine Art Vorreiterrolle einnehme.

Unterrichtsbesuche und Werbeveranstaltungen seien der Bundeswehr dort untersagt, hieß es bei der Bekanntgabe der Preisträger vor etwa einem Monat. Damit wolle man auch andere Schulen motivieren, Kooperationen mit der Bundeswehr zu beenden.

Schulleiterin Alexandra Haußmann erklärt in ihrem Schreiben dem Aachener Verein, dass es einen Schulkonferenzbeschluss „Schule ohne Bundeswehr“ weder 2010 noch nachfolgend gegeben habe: „Die Schule nimmt den Preis nicht an, da die von Ihnen dargestellten und für preiswürdig gehaltenen Umstände weder tatsächlich noch rechtlich zutreffen.“ Die Schulleitung als Inhaberin des Hausrechts habe der Bundeswehr oder ihren Angehörigen niemals ein Hausverbot erteilt.

Sprecher des Aachener Friedenspreises blieben am Freitag jedoch dabei, dass man schon seit Längerem Kontakte mit der Schule habe, beispielsweise mit der Elternschaft und der Schülervertretung. Der Beschluss aus dem Jahr 2010 liege dem Verein vor, deshalb werde man die Auszeichnung auch nicht zurücknehmen, „da wir sie nach wie vor für gerechtfertigt und notwendig halten“.

Der Preis gehe nicht an die Rektorin, sondern an die Schulkonferenz, so dass wir ihn „den für den Beschluss verantwortlichen Personen bzw. Gruppen auch verleihen können, wenn die Rektorin als Einzelperson den Preis ablehnt“. Da man sich aber noch im Klärungsprozess mit den verschiedenen Gruppen der Schulkonferenz befinde, werde es eine offizielle Stellungnahme erst in der kommenden Woche geben.

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